Autonomes Fahren | Stand 2014 -Assistenzsysteme bis Standardisierung

Wie ist der Stand der Technik im Bereich des Autonomen Fahrens im Sommer 2014 und was bringt die absehbare Zukunft für den Verkehr? Zusammenfassung Teil 1.

Ich möchte mal wieder eine kleine Zusammenfassung der Ereignisse im Bereich Autonomes Fahren zusammenfassen und den Stand der Dinge, jetzt im Juli 2014 darstellen und was sich im letzten halben Jahr so getan hat.

Fahrsimulator Fraunhoer IAO

Die meisten Autohersteller arbeiten an dem Prinzip, sogar Sportwagenhersteller, wie Porsche, haben inzwischen die Vorteile von Assistenzsystemen erkannt und wollen so mehr Spaß am Fahren auf die Straße bringen. Autonom agierende Fahzeuge lehnen diese Unternehmen aber ab. Doch ich und viele andere glauben, dass sich die Technik durchsetzen wird.

Hier nun der erste Teil der Zusammenfassung für Autonomes Fahren mit Stand 2014

Fahrassistenzsysteme im allen Segmenten

So gut wie alle Autohersteller und inzwischen auch in allen Fahrzeugklassen sind sie angekommen: Die Fahrassistenzsysteme. Sie unterstützen den Fahrenden bei gefährlichen oder monotonen Verkehrssituationen. Zu den “Standardsystemen” gehört vor allem der Bremsassistent, der Spurhalteassistent und viele warten gespannt auf den Parkassistenten – der in den kommenden Modellen eingebaut sein wird. Auch der Kurvenlicht-Assistent hat schon viele überzeugt. So können einzeln gesteuerte LEDs die eigene Fahrbahn optimal ausleuchten ohne den Gegenverkehr oder vorrausfahrende Autos zu blenden.

Die nächste Generation von Assistenzsystemen wird die Zusammenfassung einzelner Systeme zu einem Ganzen sein. In dieser Entwicklung steht als nächstes der Autobahnassistent in Planung, wobei Mercedes Benz einen für seine LKWs bereits vorgestellt hat. Gerade für Autobahn möchten ebenfalls viele den Stauassistenten, der das monotone Gasgeben und bremsen bei geringen Geschwindigkeiten übernimmt.

Andere Anbieter wollen diese Systeme mit einem Nachrüstpaket miteinander verbinden, so kann man schon jetzt einen Audi Teilautonom machen. Weitere Modelle sollen folgen…

Noch dieses Jahr wird der Reifendrucksensor Pflicht und nächstes Jahr kommt dann der eCall. Auch über die pflichtmäßige Verwendung von Rückfahrkameras wird diskutiert.

Auch das Motorrad wird in der Zwischenzeit mit Assistenten ausgeliefert, so hat Bosch einen Stabilisator und es gibt Airbag Jacken für Motorradfahrende.

Vernetzung der Autos

Die Vernetzung der Fahrzeuge ist ein weiterer wichtiger Moment, hin zum Autonomen Fahren. Denn die individuellen Karrossen sollen miteinander kommunzieren können. Dafür brauchen diese nicht nur einen Internetanschluß, sondern es bedarf auch einer sogenannten Cloud um die Daten zu verwerten. So muss das Auto nicht nur Sender, sondern auch Empfänger sein – und zwar untereinander als auch mit der Cloud. Um in der Sprache der Technik zu bleiben: Car2Car und Car2X – also Auto zu Auto und Auto mit der Umwelt.

Diese Vernetzung soll nicht nur Musik und die sozialen Medien aus dem Internet ins Auto holen, sondern auch eine Schwarmintelligenz bilden. Das würde Staus reduzieren und den Verkehrsfluss flüssig halten. Da die Autos miteinander “sprechen”, können sie andere Autos auf Behinderungen hinweisen, diese können eine andere Route berechnen und so die Behinderung umgehen. Oder sollte eine Behinderung nicht umfahrbar sein, kann das System die Geschwindigkeit anpassen, sodass es zu keiner Gefahrensituation kommt.

Das Vorrausschauende Fahren gilt nicht nur für Verkehrsbehinderungen – auch zum effektiveren Einsatz der Ressourcen und damit zum Umweltschutz kann die Technik beitragen. So weiß das Auto die Strecke, die geographischen Besonderheiten und kann die Kraft des Motors entsprechend einstellen.

Infrastruktur für Autonome Fahrzeuge

Mit Verkehrszeichenerkennung arbeiten derzeit viele Fahrzeuge, doch andere Hersteller setzen auf eine geänderte Infrastruktur. So könnte man die Verkehrsdaten über Mautstellen oder Ampeln erfassen und ausgeben, sodass die Fahrzeuge sich diese Informationen zu eigen machen könnten. Volvo beispielsweise arbeitet an einem Prinzip, wonach in die Fahrbahn Magneten eingelassen sind, woran sich die Roboterautos besser orientieren können. Google will beispielsweise mit computergerechten Signalen arbeiten, wie dem QR Code, obwohl unklar ist, ob man daran festhalten will.

Kooperationen zwischen IT, Autohersteller und Forschung

An der TU Dortmund kann man sich sogar eine Verkehrsaufklärung via Drohnen und Satelliten vorstellen. Gerade was die Forschung angeht, so hat die Kooperation zwischen dem MIT und dem Fraunhofer IAO einiges Potential. Aber schon seit geraumer Zeit sind viele Autohersteller auf der Suche nach Kooperationen mit der IT Branche – so ist nicht nur Intel ins Autogeschäft eingestiegen. Auf normalen IT Messen sieht man schon seit einigen Jahren immer auch Autohersteller. Die Integration von Software ins Auto bringt das eben mit sich. Einige Autohersteller wie Renault hat sich mit dem Antiviren Programmierer AVG zusammengetan und neben den hier aufgezählten Beispielen, werden weitere folgen. Auch Microsoft und klar, Google, sind mit von der Partie.

Daimler arbeitet in ganz neuen Wegen, so hat man sich mit dem Klinikum in Stuttgart zusammengetan, um die Auswirkungen und Verhinderungen von Unfällen im Straßenverkehr zu erarbeiten.

Standardisierung in Europa

Aus der Vergangenheit weiß man ja schon, dass wenn jeder sein Süppchen kocht, bekommt man Probleme mit der Einheitlichkeit. Um dem Entgegenzuwirken hat man bereits einige Dinge standardisiert, so die Vernetzung der Fahrzeuge nach ITS Europe und die technische Seite durch AUTOSAR.

Zudem arbeiten viele Hersteller, auch Zulieferer mit offenen Plattformen, wo sich alle Beteiligten einloggen können. Auch Android arbeitet mit Open Source Software.

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