Obama bekennt sich zu Autonomem Fahren

Der US-Präsident sieht ein großes Potential beim Autonomen Fahren und verspricht flexible Gesetze.

Schon bald sollen einheitliche Gesetze auf Bundesebene das Autonome Fahren erlauben, daran arbeitet die NHTSA. Diese Behörde hat schon im Juni angekündigt, dass sich die Regularien flexibel gestalten müssen, um adäquat auf technische Änderungen zu reagieren.

ASIMO trifft Barack Obama

ASIMO trifft Barack Obama | Quelle: Honda

Zu der Frage des Autonomen Fahrens gab es Anhörungen im US-Kongress und Lobbygruppen haben sich in der US-Hauptstadt versammelt. Dabei wurde von der wissenschaftlichen Seite mehr Tests gefordert, um die Sicherheit der Fahrzeuge zu garantieren. In diesem Zusammenhang hat die US-Verkehrsministerium aber auch betont, dass man Teil- oder Vollautonome Fahrzeuge zurückrufen würde, wenn sie sich als unsicher herausstellen würden.

Eine vage Formulierung mancher Gesetzesentwürfe ist absichtlich geschehen, um die Flexibilität zu ermöglichen. In den USA ist die Verkehrspolitik jedoch Sache der Bundesstaaten und so gibt es bereits einige Genehmigungen zum Betreiben Autonomer Fahrzeuge. Angefangen von Nevada, die weltweit erste Region, in der man seit 2012 testen durfte, über Kalifornien und Michigan. Jüngst hat Boston eine Einführung überlegt.

Zudem gibt es viele Anbieter, abseits der Autoindustrie, wie beispielsweise Google, Tesla, Uber oder vermutliche auch Apple, die die Technik bereits auf der Straße haben. Im Übrigen hat sich Pennsylvania darüber beschwert, dass Uber keine Gebühr für das Betreiben der Fahrzeuge zahlt, wie dies vorgesehen ist. Die Obama Administration hatte schon zu Beginn des Jahres eine staatliche Forschungsinvestition von rund 4 Milliarden US-Dollar angekündigt.

Gestern hatte sich der US-Präsident Obama in einem Interview explizit für die Einführung des Autonomen Fahrens ausgesprochen. Damit könnten zehntausenden Menschen das Leben gerettet werde. Allein letztes Jahr starben 35.200 Personen auf den Straßen der USA bei Unfällen, wobei 94 Prozent auf menschliches Versagen zurückzuführen sind. Zudem gäbe es eine Möglichkeit für behinderte und ältere Menschen am Verkehr teilzunehmen und ihr Leben zu ändern.

Konkret habe man eine 15-Punkte Liste erstellt, welche die Autoindustrie erfüllen muss. Diese Regularien sollen als Beispiel für die einzelnen Bundesstaaten gelten. Damit will man die Sicherheit in allen Bundesstaaten garantieren. Davon und von den Investitionen erhofft man sich eine beschleunigte Entwicklung, die binnen der nächsten fünf Jahre erste Früchte tragen soll.

Die Entwicklung sieht Obama durchweg positiv, seien es die Sicherheits-, Umwelt- oder Verkehrsmanagementaspekte. Ebenso positiv sieht er diese Entwicklung in Bezug auf die Arbeitsstellen in der Zukunft. Ein wenig klingt die Argumentation wie die von Google, die ebenfalls auf die menschliche Unzuverlässigkeit und auf die Senioren verweist – gebetsmühlenartig.

Quelle (englisch)

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