Volkswagen: Vernetzung und Software-Ausrichtung

Der Hersteller Volkswagen wurde wegen der Vernetzung gelobt und proklamiert die Hoheit der Software -auch mit Daimler?

In Sachen Vernetzung setzt Volkswagen auf den WLANp Standard, der von der EU allerdings nicht als Standard etabliert wurde. Anstatt C-V2X, was auf Basis des Mobilfunks agiert, schafft Volkswagen mit der massenweisen Integration im neuen VW Golf Fakten.

Vernetzung VW Golf

Vernetzung VW Golf. Quelle: VW

Die Vernetzung der Fahrzeuge untereinander und mit der Infrastruktur hilft die Verkehrssicherheit zu erhöhen, da man derart über Gefahren informiert wird. Sei es das Glatteis auf der vorliegenden Strecke oder ein sich schnell näherendes Auto an einer unübersichtlichen Kreuzung.

Für eine gute Bewertung bei den NCAP Tests bedarf es ebenfalls einer Vernetzung und jüngst hat der ADAC die Technik untersucht und gerade die von Volkswagen gut bewertet, wie das Unternehmen mitteilt. Zudem wurde die Vernetzung vom TÜV zertifiziert und so spricht der ADAC von einem “Meilenstein” der Entwicklung.

Das System wird bei 80 Stundenkilometern aktiv und dient neben der Verkehrssicherheit auch dem Verkehrsfluss, was mit geringeren Abgaswerten einhergeht. Je mehr Fahrzeuge vernetzt sind, desto besser. Daher will Volkswagen weitere Modelle damit ausstatten. Allerdings setzen einige Hersteller auf C-V2X über den Mobilfunk, was mit dieser Vernetzung nicht kompatibel ist.

Zudem hat Volkswagen nun verkündet, man werde sich verstärkt auf die Software konzentrieren. Denn nicht nur das Autonome Fahren ist ein Ding der Software, auch die Elektromobilität ist stark Software-getrieben. Im Sommer will den VW sein E-Auto ID.3 auf den Markt bringen, was vom ID.4 gefolgt wird. Bis 2050 sollen keine Verbrenner mehr hergestellt werden.

Bezüglich der Software baut man innerhalb des Konzerns eine Schmiede auf: Car.Software. Dabei will man auch die digitale Transformation vorantreiben. Es entstehen 2.000 neue Jobs im digitalen Segment, während man bis 2023 4.000 Stellen in der Verwaltung abbauen will. Bis 2025 sollen über 10.000 Software-Ingenieure bei Car.Software arbeiten und dafür will der Konzern sieben Milliarden Euro investieren.

Des Weiteren, so Medienberichte, plant Volkswagen, mit dem Hersteller Mercedes-Benz bezüglich der Software zusammenzuarbeiten. Diesbezügliche Gespräche sind bereits geführt worden. Dabei ging es wohl auch um die neue Software-Plattform MMA (Modulare Mercedes Architektur). Ob das auch Auswirkungen auf die geplante Kooperation mit BMW bezüglich des Autonomen Fahrens hat, blieb offen.

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