Starsky Robotics & TuSimple: Pläne vorgestellt

Die beiden Firmen für die Automatisierung von Nutzfahrzeugen haben ihre Pläne für die weitere Strategie vorgelegt.

Starsky Robotics und TuSimple haben einiges gemeinsam: Sie bieten automatisiertes Fahren per Lkw im Süden der USA an und sie sind bereits im kommerziellen Geschäft angekommen. Nun haben sie eine weitere Gemeinsamkeit an den Tag gelegt, sie haben beide ihre Programme vorgestellt, in denen sie ironischer Weise nach Fahrenden suchen.

Am Donnerstag teilte TuSimple mit, dass man mit dem Pima Community College zusammenarbeitet, um ein einzigartiges Zertifikatsprogramm für Lkw-Fahrende zu entwickeln. Die Absolventen dieses Lehrgangs erhalten den Titel, das erklärt, dass sie in der Lage sind Autonome Lkws zu führen.

Die Grundlage für diesen Lehrgang ist, dass sie über einen entsprechenden Führerschein verfügen. Inhaltlich geht es in der Weiterbildung um die Autonomen Fahrzeuge, die Arbeitssicherheit, die Computerkomponenten, elektrische Systeme und das Transport- und Verkehrsmanagement.

Ab August kann man sich für die Kurse anmelden, die im September dieses Jahres starten werden. Die Bildungseinrichtung, das Pima Community College befindet sich in Tucson im US-Bundesstaat Arizona – ganz in der Nähe des Unternehmens TuSimple. Personen, die einen Abschluss erlangen, werden mit Vorzug bei TuSimple eingestellt. Der Lehrplan ist aber noch nicht final und werde sich, entsprechend den Anforderungen, weiterentwickeln.

Jüngst hat TuSimple ein Projekt mit der US-Post abgeschlossen und will bis Ende Juni sein Geschäft stark erweitern. Derart will man die Flotte auf 50 Fahrzeuge erhöhen.

Auch Starsky Robotics hat einen Ausbildungsplan für Fahrende vorgestellt. Dieser ist dreistufig und soll die Menschen ebenfalls für den Umgang mit ferngesteuerten und automatisierten Lkws vorbereiten. Nach einem Abschluss ist man Sicherheitsfahrer. Der Einsatz wird in Florida und Texas stattfinden.

Die Flotte von Starsky Robotics beträgt 36 Fahrzeuge, die über einen gewissen Grad an Autonomie verfügen, sodass sie auf der Autobahn von selbst fahren können. In schwierigeren Abschnitten übernimmt der Mensch. Künftig sollen sich die Menschen in Zentralen befinden und die Fahrzeuge per Fernsteuerung zum Ziel bringen.

Durch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen hofft man, mehr Fahrkräfte zu finden, denn auch in den USA herrscht derzeit ein Mangel an Fahrzeuglenkenden vor. Doch konstatiert der Aufwand der beiden, dass bisher der Mensch aus der Fahrkabine nicht wegzudenken ist.

Quelle (englisch)

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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