Lyft kauft Blue Vision Labs und stellt erstes Autonomes Fahrzeug vor

Der Fahrdienst Lyft plant, sein erstes Testfahrzeug vorzustellen und kaufte ein britisches Startup auf.

Noch im Juli machte sich Lyft bezüglich der Schwierigkeiten bei der Entwicklung des Autonomen Fahrens Luft. Nun ist man aber einen Schritt weiter und stellt offenbar bald sein eigenes Testfahrzeug vor.

Lyfts Testwagen für Autonomes Fahren.

Lyfts Testwagen für Autonomes Fahren. Quelle: Techcrunch

Der Fahrdienst arbeitet bei der Entwicklung mit dem Zulieferer Aptiv zusammen und hat anlässlich der CES in Las Vegas einen automatisierten Fahrdienst etabliert. Auch der Zulieferer Magna gehört seit diesem Jahr zu den Kooperationspartnern von Lyft und das US-Unternehmen hat das erste Büro in Europa, in München, eröffnet.

Im kommenden Jahr will Lyft an die Börse gehen und erhofft sich davon 15 Milliarden US-Dollar. Das Geld braucht man auch für die Weiterentwicklung des Autonomen Fahrens. Außerdem hat man sich jüngst ein Startup gegönnt: Blue Vision Labs aus London entwickelt AR (Augmented Reality) Technik und kartografiert Straßen unter Verwendung von Smartphones. Außerdem ermöglicht es einen kollaborativen Blick auf die AR – so können sich zwei Personen zeitgleich dieselbe Einblendung ansehen. Damit könnten virtuelle Begleiter eingeblendet werden, die bei der Kommunikation behilflich sind.

Die Technik soll auch im neuen Testwagen von Lyft integriert werden. Die Übernahme, so Medienberichte, soll 72 Millionen US-Dollar gekostet haben. Als Bonus werden weitere 30 Millionen US-Dollar fällig, wenn man bestimmte Ziele erreicht. Das 39-köpfige Unternehmen wird Lyft komplett unterstellt.

Das erste Testauto von Lyft soll den Namen Level 5 tragen und die Technik soll in einen Ford Fusion Hybrid eingebaut werden. Auch Ford nutzt das Modell für die Entwicklung der Technik. Dieser Schritt könnte dem Druck der anderen Fahrdienste geschuldet sein, die sich bei dem Thema Autonomes Fahren stärker engagieren. Dazu zählt beispielsweise der chinesische Anbieter Didi Chuxing oder Uber, aber auch der US-Autobauer General Motors macht bei der Entwicklung Fortschritte und will bereits im kommenden Jahr einen Robotertaxi-Dienst anbieten.

Ob man auch nun auch in London Tests durchführen möchte, wurde nicht beantwortet. In Großbritannien ist die Stimmung gegenüber den US-Firmen gerade auch nicht besonders gut. Man kritisiert die US-Zentrierung dieser Firmen.

Quelle (englisch)

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