Daimler-Bosch: Nvidia & Pilotprogramm im Silicon Valley

Die Kooperation von Bosch und Daimler nutzt die Nvidia Plattform und startet 2019 ein Pilotprojekt für Autonome Shuttles in Kalifornien.

Die Allianz von Bosch und Mercedes-Benz geht in großen Schritten voran. Schon 2021 will man eine Serienproduktion vorweisen. Daher hat man nun einige wegweisende Schritte eingeleitet.

Automatisiertes Fahren in der Stadt: Daimler und Bosch setzen auf KI-Plattform von Nvidia

Daimler und Bosch und Nvidia. Quelle: Daimler

Vor allem in urbanen Gebieten muss das Autonome Auto auf Zack sein und die Reaktionszeit deutlich heruntersetzen. Die Sensorik im Auto muss binnen kürzester Zeit ausgewertet werden. Das bedeutet man braucht eine hohe Rechenkapazität. Des Weiteren will man eine Künstliche Intelligenz einsetzen und auch das bedarf der Rechenkapazität. Daher haben die beiden Firmen, die sich gemeinsam dem Ziel nähern, sich für die Plattform von Nvidia entschieden.

Konkret handelt es sich um die Drive-Pegasus Plattform, auf der eine Künstliche Intelligenz integrierbar ist. So kommt man auf eine Rechenfähigkeit von einigen Hundert Billionen Berechnungen in der Sekunde. Man vergleicht das mit sechs hochmodernen Rechnern in einem. Auch das dafür nötige Betriebssystem ist bereits enthalten. Die Künstliche Intelligenz selbst stammt aus der Kooperation von Bosch und Mercedes-Benz.

Die Sensoren beim Autonomen Fahren erzeugen Radar-, Kamera-, Lidar- und Ultraschalldaten. Allein die Stereokameras von Bosch erzeugen je Kilometer 100 Gigabyte Daten. Die Daten aller Sensoren werden von der Künstlichen Intelligenz und dank der Rechenpower von Nvidia im Bruchteil einer Sekunde ausgewertet. Denn die Sensoren werden zusammengefasst, um ein Gesamtbild zu erhalten: Sensordatenfusion. Damit findet das Auto den Weg, man kann nebenher beispielsweise erkennen, wo welche Parkplätze frei sind, die Bewegung von Personen berechnen, ob sie die Straße betreten oder nicht und vieles mehr.

Bosch und Daimler: Metropole in Kalifornien wird Pilotstadt für automatisiertes Fahren

Bosch und Daimler Sensordatenfusion. Quelle: Daimler

Zur Sicherheit hat man die Berechnungsarchitektur so aufgebaut, dass sie auch beim Ausfall eines System noch funktionieren. Das nennt man Redundanz. Derart erreicht man ein hohes Level an Sicherheit. Soviel Rechenpower erzeugt sehr viel Wärme, welche wiederum gekühlt werden muss. Das gelingt den beiden Firmen mit einem modernen Kühlmanagement.

So erreicht man eine hohe Automatisierung auf Level 4 (Hochautonomie) bis Level 5 (Vollautonomie), die auch in der Stadt funktionieren soll. Nun beschloss die Kooperation ein Pilotprojekt mit der Technik zu starten. Und dieses Projekt wird in Kalifornien stattfinden.

Genauer in der San Francisco Bay im Silicon Valley, wo eine Flotte von Fahrzeugen der Bosch-Daimler Kooperation ihre Testkreise ziehen wird. Auch der US-Autobauer General Motors plant das für das kommende Jahr. Bei der Bosch-Daimler Kooperation besteht der Test aus aus einem Shuttle-Service, der ab dem Sommer 2019 auf vorbestimmten Strecken vorfahren soll. Per App kann man diese On-Demand Shuttle-Fahrzeuge herbeirufen. Der Service wird von Daimler Mobility Services angeboten werden.

Derart ruft man das Fahrzeug zu sich und es kommt dann innerhalb eines gewissen Umkreises von selbst gefahren. Das ist in Kalifornien möglich, da man dort neue Regeln für Passagiertransporte plant. Das Projekt umfasst auch das Car-Sharing Konzept.

Von dem Projekt erhofft man sich Aufschluss über die Vernetzung der verschiedenen Services, wie dem Car-Sharing via car2go, dem Ride-Sharing via mytaxi und weiteren Angeboten von Moovel.

Pressemitteilungen A und B

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