Cruise Automation – Anonymer Hinweis führt zur Überprüfung des Services

Cruise Automation – Anonymer Hinweis führt zur Überprüfung des Services

Ein anonymer Hinweis über die Fehlleistungen der Cruise-Fahrzeuge ging bei einer kalifornischen Aufsichtsbehörde ein.

Seit Neuestem dürfen die Robotertaxis von Cruise, die das Startup für General Motors entwickelt, auf den Straßen von San Francisco fahren. Es ist ihnen erlaubt, ihrem Geschäft in bestimmten Straßen nachzugehen und dafür Geld zu verlangen. Doch es gab schon Auffälligkeiten. So gab es einen Unfall, der von der NHTSA überprüft wird, ein Auto fuhr einem Polizisten davon und eine seltsame Straßenblockade der Fahrzeuge, die sich dort sammelten.

Nun kommt eine ungeahnte Meldung aus dem Unternehmen selbst. Zumindest behauptet die anonyme Quelle, dass sie bei Cruise arbeitet. In einem Brief an die Behörden äußert die Person Bedenken darüber, dass der Robotertaxi-Dienst von Cruise zu früh eingeführt werden würde.

Der Service sei noch nicht bereit, so der Tenor. Es gäbe regelmäßig Ausfälle, sodass die Fahrzeuge versagten, liegen blieben oder Einsatzfahrzeuge blockieren würden. Er spiegle damit die Meinung der Belegschaft wider. Einer internen Umfrage nach sind 94 Prozent der 2.000 Mitarbeitenden überzeugt, dass Sicherheit höchste Priorität hat. Der anonyme Brief erreichte die Behörden bereits vor der erwähnten Straßenblockade der Cruise Fahrzeuge und bevor die Genehmigung für den kommerziellen Dienst erteilt wurde.

Die California Public Utilities Commission (CPUC), die die Genehmigung für autonomes Fahren erteilt, werde den Anschuldigungen nachgehen. Diese Behörde kann die Genehmigung widerrufen, wenn sie unsicheres Verhalten feststellt. Cruise gab an, dass es mit den Behörden zusammenarbeite. Stets habe man die Berichte zu Ausfällen abgegeben und stelle bei Bedarf weitere Daten zur Verfügung.

Der unbekannte Whistleblower erklärte, dass die Fahrzeuge auf der Spur stehen blieben und den Verkehr blockierten. Es gab auch Fälle, bei denen das Fallback-Sicherheitssystem versagte und es nicht möglich war, die Fahrzeuge aus der Ferne zu steuern. Sie mussten abgeschleppt werden.

Außerdem sprach die Person von einem chaotischen Umfeld bei Cruise, das sich vor allem beim internen Sicherheitsmeldesystem des Unternehmens offenbare. Dort könnten Mitarbeitende ihre Bedenken äußern. Sein Einwurf war über ein halbes Jahr später noch nicht bearbeitet worden. Die Person weiß nicht, ob das ein Einzelfall sei. Aber es würde der Dokumentation der Kernsystemfunktionalität keine Priorität einräumt und Ergebnisse der Untersuchungen zu Unfällen sowie andere kritische Angelegenheiten würden absichtlich vor der Mehrheit der Belegschaft verbergen. Dies habe nur den Grund der Schadensbegrenzung.

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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