Waymo: Langeweile, Hype und die Erwartung

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Intel-Waymo-minivan. Quelle: Intel

Waymos Chief External Officer Tekedra Mawakana plauderte über Waymo und den Hype um das Autonome Fahren.

Die Waymo-Managerin Tekedra Mawakana sprach auf dem Ignition Event in San Francisco über die eigene Firma. Dabei ging es um die Wirkung und die mediale Betrachtung des Autonomen Fahrens.

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Intel-Waymo-minivan. Quelle: Intel

Man wünsche sich den Eindruck, die Fahrten mit den Waymo Fahrzeugen seien eher langweilig denn aufregend. Denn Langeweile verspricht Sicherheit und neuen Sachen würde man nicht vertrauen. Skeptisch eingestellt Personen würden nach der ersten Fahrt zu einem Fan der Technik werden, weil die Fahrt eben nicht aufregend sei.

Waymo begann noch als Google vor gut zehn Jahren die Entwicklung des Autonomen Fahrens und seit 2017 verkehren Robotertaxis im Raum Phoenix. Seit Dezember letzten Jahres ist man in die kommerzielle Phase eingetreten und hat mithilfe von Lyft die Expansion vorangetrieben. Inzwischen verfügt man auch über die Erlaubnis, in Kalifornien einen kostenlosen Robotertaxidienst zu betreiben.

Das Autonome Fahren ist eine Verkehrsrevolution, betonte Mawakana, und es ist eine Herausforderung. Das mache es doch aufregend. Der Hype um das Autonome Fahren würde derzeit auch eher zurückgehen. Der Hype wäre durch die mediale Berichterstattung entstanden.

Man hätte die Versprechen des Autonomen Fahrens zu ernst genommen, sagte sie. Der Hype hätte dies transportiert und es sei übertrieben worden. Inzwischen wäre es nicht mehr so, doch der Hype hätte die Leute mit falschen Vorstellungen versorgt. Als würden die Autos sofort abgeschafft werden, wenn es das Autonome Fahren gäbe.

Kritische Stimmen sehen aber den Enthusiasmus bei Waymo weichen, weil man die selbstgesteckten Ziele bisher noch nicht erreicht hätte. Insgesamt ist die Branche nicht mehr so euphorisch wie noch vor wenigen Jahren. Waymo oder damals noch Google selbst hätten den Hype mit initiiert. Sei es die Unterschrift unter dem Gesetz für das Autonome Fahren im Google-Hauptquartier, die Werbung, dass Blinde am Individualverkehr teilnehmen könnten oder die gebetsmühlenartige Wiederholung, dass der menschliche Faktor an 90 Prozent der Unfälle schuld sei.

Quellen: Businessinsider und CNBC

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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