Audis Ampelvernetzung

Audi verknüpft seine Fahrzeuge mit der Verkehrsinfrastruktur und startet damit in Ingolstadt.

In Zukunft weiß der Audi, wann die vorausliegende Ampel auf Grün schaltet und erreicht damit eine Grüne-Welle.

Audis-Ampelvernetzung

Audis-Ampelvernetzung V2I. Quelle: Audi

Den Anfang macht Audi in Ingolstadt, der Heimstadt des Herstellers. Dort werden die Fahrzeuge zuerst mit den Ampeln kommunizieren und Informationen darüber erhalten, wann es Grün wird. Diese V2I (Vehicle-to-Infrastructure) Kommunikation soll bereits nächstes Jahr auf weitere Städte in Europa ausgeweitet werden.

Das Ziel ist die Grüne Welle, denn dank der Vernetzung wird berechnet, wie schnell man fahren soll, um auf dieser zu surfen. Unterbindet eine Geschwindigkeitsbegrenzung dieses Vorhaben, wird ein Countdown bis zu nächsten Grünphase eingeleitet. Damit spart man Zeit und Sprit, was sich positiv auf die Umweltbilanz auswirkt. Die Daten dafür werden anonymisiert.

Das Konzept ist auch für Audi keineswegs neu, denn schon seit 2016 verwendet man das Konzept in den USA. Dort sind bereits mehr als 5.000 Kreuzungen mit der entsprechenden Vernetzungstechnik ausgestattet worden. Diese befinden sich in den großen Metropolen der USA, wie Denver, Housten, Las Vegas, Los Angeles, Portland oder Washington D.C. In der US-Hauptstadt sind es allein 1.000 Kreuzungen, die ihre Ampelinformationen mit den Audis teilen.

Seit Neuestem wird dort zudem der GLOSA (Green Light Optimized Speed Advisory) Service zur Verfügung gestellt. Dabei wird die optimale Geschwindigkeit anzeigt, um auf der Grünen Welle zu surfen. Dieses Feature wird auch in Ingolstadt bereitgestellt.

Die Kommunikation mit der Ampel ist für die Modelle e-tron, A4, A6, A7, A8, Q3, Q7 und Q8 verfügbar, welche ab Juli vom Band rollen und über das “Audi connect Navigation & Infotainment verfügen.

Dass man das Konzept zunächst in den USA eingeführt hat, hat mit der Verkehrsinfrastruktur zu tun. Diese ist in den USA einheitlicher als in Europa, wo sie sich nach und nach entwickelt hat. Die Verbreitung in Europa ist daher auch von dem Vorhandensein der entsprechenden Schnittstellen abhängig. Dafür arbeitet Audi mit Traffic Technology Services (TTS) zusammen, welcher die Informationen sammelt und an Audi übermittelt.

Neben Europa will Audi die V2I-Kommunikation in den nächsten drei Jahren in Deutschland, Europa, Kanada und den USA ausbauen. Tests dafür laufen zudem in der Stadt Wuxi in China. Darüber hinaus will man weitere Funktionen, wie die optimale Routenführung oder das automatische Bremsen bei Rotlicht integrieren.

Außerdem plant man, die Ampelvernetzung für die Verflüssigung des Verkehrs zu nutzen. Gibt es keinen anderen Verkehr, könnte die Ampel für das wartende Auto auf Grün schalten. Auch das ist ein weiterer Baustein hin zum Autonomen Fahren.

Pressemitteilung

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