Teststrecke Düsseldorf ist eröffnet

Seit gestern kann man selbstfahrende Autos auf den Straßen von Nordrhein-Westfalen sehen.

Am gestrigen Montag wurde die Teststrecke für Autonomes Fahren bei und in Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen eröffnet. Die Strecke verbindet die Düsseldorfer Innenstadt mit dem nordwestlich gelegenen Meerbusch, aber nicht auf direktem Weg.

RSU in Düsseldorf

RSU in Düsseldorf. Quelle: WDR

Im November letzten Jahres ausgemacht und seit Mai in der Vorbereitung: KoMoD (Kooperative Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf) ist nun endlich fertig für den Testverkehr. Dafür wurden etliche RSUs (Road Side Units) angebracht, vor allem an der Verkehrsinfrastruktur (Ampeln und Verkehrsschilder), welche per LTE Mobilfunk eine Fahrzeugkommunikation erlauben. Hierüber werden Verkehrsinformationen an die Autos übermittelt, die über den Verkehr auf der Strecke informieren.

Mithilfe dieser Informationen können die Autos ihre Geschwindigkeit an die vorausliegenden Gegebenheiten anpassen. Die Information geht aber in beide Richtungen, so warnen die Fahrzeuge auch, sollte es zu gefährlichen Verkehrsbeeinträchtigungen kommen.

Das Autonome Fahren ist dabei nur ein Projekt von vielen. So geht es auch um die Erfassung der Fahrzeuge, präzises Kartenmaterial durch das DLR und eine Navigation für schnelleres Parken. Zudem sind Rettungsfahrzeuge mit einem Alarmknopf ausgestattet, sodass die Autos selbstständig eine Rettungsgasse bilden können. Und es geht um eine Verkehrsleitung mit Priorität auf den öffentlichen Nahverkehr.

Die entsprechenden Warnungen erscheinen dann direkt auf dem Bordmonitor im Auto. Aus Sicherheitsgründen ist auch noch Personal an Bord der Fahrzeuge.

Ein weiteres Projekt ist beispielsweise eine Grüne-Welle für Radfahrende. Dafür braucht man eine App, die das Tempo vorgibt, sodass man bei Grün über die Ampel kommt. Aber nur sieben Fahrräder sind für das Projekt ausgerüstet worden.

Die Strecke wurde ob des typischen Berufsverkehrs ausgewählt. Sie impliziert Abschnitte der Autobahnen A 57 und A 52, das Heerdter Autobahnkreuz, einen Tunnel, eine Brücke und urbane Verkehrssituationen im Düsseldorfer Bezirk Friedrichstadt. Insgesamt misst die Strecke eine Länge von etwa 20 Kilometern.

Das Projekt zählt zwölf Kooperationspartner. Darunter befinden sich das DLR (Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt), Ford, Mobileye, Siemens, Vodafone und die örtliche Verkehrsleitzentrale. Kommendes Jahr soll es für weitere Partner geöffnet werden. Bezuschusst wird das Projekt vom Bundesverkehrsministerium mit über neun Millionen Euro. Insgesamt sind 14,9 Millionen Euro im Spiel.

Quelle

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