VDA fordert 5G an der Autobahn

Für die Etablierung des Autonomen Fahrens fordert der VDA 5G an der Autobahn.

Der Verband der deutschen Autoindustrie (VDA) ließ durch seinen Präsidenten Bernhard Mattes durchblicken, dass man den Ausbau von 5G an der Autobahn erwartet. Diese Forderung geht einher mit dem Wunsch, dass dies auch über die Landesgrenze hinweg funktioniert.

Autobahn Schild

Die Vorbereitungen für die Frequenzversteigerung zum neuen Mobilfunkstandard 5G ist bereits angelaufen. So hat die Bundesnetzagentur bereits angekündigt, dass es Bedingungen für die Vergabe der Frequenzen gibt. Darunter ist auch Vorgabe, dass an viel befahrenen Trassen des Bahnverkehrs ein Netz vorhanden sein muss. Dabei muss eine Datenübertragung von 50 Megabit in der Sekunde erreicht werden. Auch viel befahrene Autobahnen sollten abgedeckt werden. Der VDA fordert dies aber für alle Autobahnen.

Schon der ehemalige Bundesverkehrsminister, Alexander Dobrindt, hat die Vernetzung der Autobahn vorgesehen. Derart sollten entlang der Fernstraßen Glasfaserkabel verlegt werden. Schon heute, so der weitere Plan damals, sollten hier bis zu 50 Megabyte pro Sekunde erreicht sein.

Doch der neue VDA Präsident will mehr: Auch ländliche Gebiete sollten mit dem neuen LTE Standard 5G bedient werden können. Ansonsten würde das Autonome Fahren hier nicht möglich sein und die Fahrzeuge würden wohl im schlimmsten Fall stehen bleiben, da sie kein Signal mehr haben.

Mit Blick auf das 5G Netzwerk und dessen Bedeutung für das Konvoi Prinzip ist es wichtig, dass die Abdeckung 100 Prozent ausmacht. Derzeit ist eine Versorgung von 98 Prozent der Haushalte bis 2023 vorgesehen, bzw. das ist eine weitere Bedingung der Bundesnetzagentur.

Das Konvoi Prinzip, das auf englisch Platooning heißt, könnte als Regelbetrieb innerhalb der nächsten Jahre kommen, so Mattes. Aber eben nur dort, wo es ein 5G Netzwerk gibt. Die Echtzeitverbindung erlaube ein dichtes hintereinanderherfahren, sodass man bis zu zehn Prozent Kraftstoff einsparen würde.

Die Strecke von Straßburg über den Rhein nach Deutschland sei ein Funkloch und das sei künftig nicht mehr hinzunehmen, so der Verbandspräsident Mattes im Interview mit dem Magazin “Handelsblatt“.

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