Hackathon als Ausbeutung

Einer Soziologin aus den USA nach, sind Hackathon nicht der richtige Weg für Startups. Die Nachteile überwiegen die Vorteile.

Ein Hackathon wird in der Regel von der Industrie veranstaltet, vor allem im Silicon Valley hat sich das durchgesetzt. Inzwischen ist auch die Autoindustrie auf diesen Zug aufgesprungen. Zu solchen Veranstaltungen können sich Startups melden und ihre Innovationen präsentieren. Der Deal ist dabei, dass man seine Idee verwirklichen kann, wenn man ausgewählt wird und die Industrie kann auf einen Topf von Innovationen zurückgreifen.

Daimler Hackathon

Daimler Hackathon. Quelle: Daimler

Die Soziologin Sharon Zukin aus New York hat sich der Thematik Hackathon angenommen und ist zum Schluss gekommen, dass diese Hackathons für die Startups weniger von Vorteil sind. Sie analysierte Hackathons aus den Jahren 2015 und 2016, welche in New York stattfanden. Dabei kommt sie zu dem Schluss, dass es weniger eine Chance als vielmehr prekäre Arbeit sei.

Die Tätigkeit würde zu einem Übermaß an Arbeit führen, von der – wenn überhaupt – die Industrie profitiere, aber eher selten die Startups. Die Möglichkeit zur Kontaktpflege wäre zwar positiv, doch die Nachteile sind weitergehend und wiegen die Vorteile nicht auf. Die Hoffnung auf einen Job bei großen Herstellern oder in der IT-Branche mit der eigenen Idee, veranlasse die Leute zu einer Mehrarbeit. Doch ihrer Analyse nach würden Hackathons nur selten dazu führen, dass diese Leute auch eingestellt werden.

Die Vorteile für die Industrie seien auch nicht sehr vielfältig, denn durch die Hackathons bekomme man zwar Innovationen, aber kein fertiges Produkt, geschweige denn einen funktionierenden Prototypen. Vor allem das Image wird aber damit gepflegt, so die US-amerikanische Soziologin Sharon Zukin.

Auch in Deutschland gab es schon einige Hackathons, vor allem das Konzept Startup Autobahn ist hierzulande bekannt geworden.

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