Autonomes Fahren & Jobabbau | US-Studie

Wird das Autonome Fahren zu einem rapiden Jobverlust führen? Eine US-Studie untersuchte das.

Vor allem die Künstliche Intelligenz, aber auch das Autonome Fahren soll zu Jobverlusten führen. Das meint dann vor allem die Taxi-Branche und dererlei Arbeiten. Einige Studien glauben, das sei auch für die Industrie vorauszusehen, doch eine US-Studie stellt sich dem entgegen.

Die Vorteile des Autonomen Fahrens werden den volkswirtschaftlichen Schaden von Jobverlusten weit übertreffen, so die Studie von Securing America’s Future Energy (SAFE). Die Gruppe hat sich die Reduzierung von Öl auf die Fahnen geschrieben. Die Vorteile des Autonomen Fahrens zeigten sich vor allem in der Sicherheit, der Möglichkeit zur Mobilität, der Produktivität und auch bei der Verbesserung der Luftqualität.

Ein Bericht, der diese Woche veröffentlicht wurde, schätzt, dass die Entwicklung allein in den USA bis 2050 rund 6,3 Billionen US-Dollar einsparen wird. Der größte Anteil daran ist die Verringerung von Unfällen auf der Autobahn und von Staus. Derart sind die wirtschaftlichen Vorteile deutlich höher. Die Prognose sieht eine zunehmende Entwicklung vor und das Potential könne in dem frühen Stadium noch nicht voll ausgeschöpft werden.

Daher empfiehlt auch diese Studie, ähnlich der RAND Studie, eine schnelle Einführung. So sollten die Regierungen ein positives Umfeld dafür schaffen und die Technik vorantreiben. Zudem sollte man die Beschäftigten rechtzeitig auf den Übergang vorbereiten, was Weiterbildungen meint.

Ob des großen gesellschaftlichen Nutzens der Einführung des Autonomen Fahrens, wäre eine Verzögerung zum Schaden des Gemeinwohls. Studien, die den Arbeitsplatzverlust reklamieren, würden sich vor allem auf Worst-Case Szenarien konzentrieren. Die Schätzung von SAFE hingegen basiere auf eher konservativen Annahmen.

Den Arbeitsplatzverlust konstatiert man bis 2030 auf 0,06 Prozent, der sich bis 2050 auf 0,13 Prozent erhöhe. Die Vorteile nur eines Jahres würden die Jobverluste über Dekaden übertreffen. Die Zunahme von Produktivität und Umweltschutz würden so viel Geld einspielen, dass es kein Problem darstelle, diese Leute weiterzubilden.

Diese Leute wären vor allem Lkw-, Bus- oder Berufsfahrende im Allgemeinen. Aber bereits heute gibt es schon einen Mangel an Lkw Fahrenden. Zudem ergeben sich neue Arbeitsplätze in anderen Bereichen, wie bei der Softwareentwicklung, wo ebenfalls Nachwuchs gesucht wird.

Als Beispiel nannte die Studie die Etablierung von Geldautomaten. Während das in den 80er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts eingeführt wurde, wurden tausende Bankangestellte entlassen, was sich positiv auf die Bankkosten auswirkte, sodass die Banken mehr Filialen eröffneten. Auch wenn sich das Verhältnis dieser Tage wieder ändert – ebenfalls ob der technischen Möglichkeiten.

Studie als PDF

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