DeepRoute testet in Kalifornien

DeepRoute erhält Testlizenz für Kalifornien und plant die Verbesserung der Sensorfusion.

Gerade erst hat das chinesische Unternehmen Baidu bekannt gegeben, dass man einen Teil der Autonomen Fahrzeugabteilung abziehen wird. Mit DeepRoute füllt aber ein weiteres Startup aus China diese Lücke.

DeepRoute Testwagen.

DeepRoute Testwagen. Quelle: newmobility.global

Das Startup DeepRoute erhielt von der kalifornischen Kraftfahrzeugbehörde eine Testlizenz für Autonomes Fahren. Die Fahrten mit Level-4-Autos werden sich durch das Silicon Valley ziehen.

Die Tests sollen vor allem die Sensorfusion unterstützten, die sogenannte Frühfusion (Early Fusion). Dabei wird die Umweltwahrnehmung des Fahrzeugs exakter. Des Weiteren dienen die Tests dem Planungsalgorithmus, der das Abbiegen oder die Fahrspurauswahl regelt. Derart können die Fahrzeuge sich an Kreuzungen besser verhalten, da sie bessere Entscheidungen treffen.

Die Fahrzeugflotte von über 100 Stück erhält man dank der Kooperation mit einem chinesischen Fahrdienstleister. Die Hardware zur Software stammt ebenfalls aus China. Das Geld erhielt man aus einer Finanzierungsrunde, die 50 Millionen US-Dollar einspielte.

Zudem will man das eigene Personal am Sitz im Silicon Valley aufstocken. DeepRoute unterhält auch Forschungszentren in Shenzhen und Peking. Zusammen mit dem Hersteller Dongfeng Motor plant man einen Robotertaxi-Dienst in Wuhan, wo auch Baidu bereits testet.

Zu den Expansionsplänen gehört auch, dass man in den kommenden Jahren das Autonome Fahren auch in Japan testen will.

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren und berichte auch auf anderen Seiten, wie dem Smart Mobility Hub, darüber. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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