Volvo: Erst muss die Technik sicher sein…

Der Chef von Volvo, Håkon Samuelsson, warnt vor einem voreiligem Einsatz des Autonomen Fahrens.

Volvo plant eigentlich selbst Level-4-Fahrzeuge ab 2021 auf den Markt zu bringen, aber man warnt die Hersteller davor, die Technik zu früh auf den Markt zu werfen. Sie muss erst sicher sein, so das Credo von Volvo.

Volvos-Vorstellung-der-LA-Automesse

Volvo Cars at Automobility LA – This is not a car

Sicherheit ist tatsächlich ein wichtiges Thema, daher hat man jüngst Schritte eingeleitet, die Vision Zero (keine Verkehrstoten mehr) bis 2021 umzusetzen. Und um Sicherheit geht es auch bei der Einführung des Autonomen Fahrens. Daher sollte die Technik erst zum Einsatz kommen, wenn sie reif sei. Ein ThinkTank aus den USA, RAND, sieht das anders und pochte auf eine frühstmögliche Einführung, um tausende von Leben zu retten.

Schon vor 2017 hat Ford ähnliche Worte gefunden, denn sonst könnte ein Reputationsschaden eintreten. Der Chef von Volvo sieht das ähnlich und sprach davon, dass es ansonsten unverantwortlich sei. Das würde das Vertrauen in die Technik und die Behörden unterminieren. Das hätte negative Auswirkungen auf die Technologie des Autonomen Fahrens, die so viel Gutes zu tun könnte.

Alle in der Branche würden diese Verantwortung tragen, fügte Samuelsson hinzu. Das wird von vielen als Anspielung gegen über Tesla gesehen. Dessen Chef, Elon Musk, kündigte vor Kurzem an, dass das Autonome Fahren bis Ende des Jahres verfügbar wäre. Inzwischen ist das Unternehmen zurückgerudert und hat etwaige Formulierungen auf der Website so geändert, dass keine Deadline mehr interpretierbar ist. Musk hatte schon des Öfteren solche Ankündigungen gemacht, die oftmals nicht eingetreten sind.

Außerdem gab es in jüngster Zeit einige Vorfälle. So schliefen Personen in Tesla-Modellen, eine Frau verklagte Tesla, weil ihr gesagt wurde, der Wagen würde von selbst fahren und vor allem gab es einige tödliche Unfälle mit den Fahrzeugen. Schon die Begriffswahl des Assistenzsystems in Tesla-Modellen “Autopilot” und “Full Self-Driving Capability” haben viel Kritik auf sich gezogen.

Aber auch Volvo hat negative Presse gemacht. So überfuhr ein Uber-Testfahrzeug im März 2018 eine Frau, die daran verstarb. Der Wagen war von Volvo und Uber hatte ihn modifiziert. Inzwischen ist aber klar, dass Uber keine Schuld traf, da die Testfahrerin auf ihrem Smartphone eine Show ansah.

Quelle

,

Comments are closed.