Honda: Intelligente Kreuzungstechnologie

Der japanische Hersteller Honda hat sich nun ebenfalls der Kreuzungssicherheit qua Vernetzung gewidmet.

Gerade erst hat sich Siemens und VW verbündet, um das Vernetzte Fahren auf der Kreuzung einzuführen. Dafür hat man kommunikative Ampeln mit den Autos in Wolfsburg vernetzt. Für die Vernetzung setzt man auf WLANp, der in Konkurrenz zum Standard C-V2X steht.

Hondas-Kreuzungsvernetzung

Honda “Smart Intersection” technology for vehicle-to-everything (V2X) communication is designed to reduce traffic collisions at roadway intersections. Quelle: Honda

Derzeit wird noch über den richtigen Standard diskutiert, denn verschiedene Hersteller setzen auf verschiedene Standards. In den USA hatte Obama den Fokus auf DSRC gerichtet, der dem WLANp Standard entspricht. Doch Trump hat unter Kritik der Autoindustrie diese Standardisierung wieder aufgelöst: Der Markt solle darüber entscheiden, so die Idee der derzeitigen US-Regierung.

Auch Honda bedient sich bei den neuerlichen Vernetzungstests des DSRC Standards. Damit ausgestattet will man die Problematik an den Kreuzungen in den USA entschärfen. Die Technik hat man nun in Marysville in Ohio vorgeführt und so heißt das Projekt denn auch “Smart Intersection” (Intelligente Kreuzung).

Das Ziel ist die Verkehrssicherheit von Kreuzungen durch die Vernetzung der Fahrzeuge mit der Infrastruktur zu verbessern. Denn rund 40 Prozent der Unfälle finden an Kreuzungen statt. Zudem sind 20 Prozent der Verkehrstoten in den USA dem Kreuzungsverkehr geschuldet. Der Test wurde von Honda in Zusammenarbeit mit der Stadt Marysville gestartet und ist Teil des Projekts 33 Smart Mobility Corridor.

Honda stattet die Kreuzungen mit Kameras und der entsprechenden Software aus, sodass diese Informationen an die Autos weitergeleitet werden. Derart können Autos über Gefahren informiert werden, bevor sie der Mensch tatsächlich sehen kann.

Die Kreuzungsausstattung besteht aus vier Kameras, die über jeder Ampel angebracht sind und damit eine 360-Grad-Ansicht erlauben. Somit kann man Fahrzeuge, Personen und Radfahrende über 90 Meter im Umfeld der Kreuzung einsehen. Die Software klassifiziert die Objekte und die Weiterleitung erfolgt dann über DSRC (Dedicated Short Range Communication).

Die Warnungen werden in den Fahrzeugen als visuelle und akustische Signale wahrnehmbar. Honda will 200 Fahrzeuge damit ausstatten, die dem Testprojekt beiwohnen werden.

Pressemitteilung

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