Nvidia stellt Drive Thor vor | Chip für autonome Mobilität

Nvidia stellt Drive Thor vor | Chip für autonome Mobilität

Der Chiphersteller Nvidia hat einen neuen Chip mit hoher Leistung für das autonome Fahren vorgestellt: Drive Thor.

Der Nvidia Drive Thor ist ein zentralisierter Computerchip einer neuen Generation für autonomes Fahren. Der Chip erbringt eine Leistung von bis zu 2.000 Teraflops, was 10 hoch 12 (Gleitkommazahl)-Operationen pro Sekunden bedeutet. Derart kann der Computer im Auto schneller rechnen, also beispielsweise schneller Sensordaten verarbeiten oder die Navigation berechnen.

Der Drive Thor soll nicht nur autonomes Fahren beschleunigen, sondern auch das Parken, die Aufmerksamkeitsprüfung der Fahrenden erlauben und die Displays im Auto betreiben und für die Unterhaltung sorgen. Das ist alles vereint in der Architektur des Systems, was mit sinkenden Gesamtkosten zusammenfällt.

Der Chip ist der Nachfolger des Nvidia Drive Orin von 2019, der mit 254 Terflops an den Start ging. Auch der Thor-Chip verfügt über eine KI-Fähigkeit, die um den Faktor 9 beschleunigt wird.  DRIVE Thor mit MIG-Unterstützung für Grafiken und Berechnungen ermöglicht die Ausführung von Domänenisolation, wodurch gleichzeitige zeitkritische Prozesse ohne Unterbrechung ausgeführt werden können. Der Chip unterstützt außerdem das Multi-Domain-Computing und IVI. Thor ermöglicht zudem den Übergang zu 8-Bit ohne Einbußen bei der Genauigkeit. Das DRIVE Thor SoC und das AGX-Board sollen der ISO 26262 entsprechen.

Das System-on-a-Chip (SoC) Konzept namens Thor soll ab 2025 für Hersteller verfügbar sein und hat bereits einen Abnehmer gefunden: Der chinesische Hersteller Geely respektive dessen Kind Zeekr wird den Chip in seine Modelle integrieren. Dessen Produktion beginnt 2025.

Der neue Chip verwendet auch die neueste NVLink-C2C-Chip-Verbindungstechnologie, während mehrere Betriebssysteme ausgeführt werden. Der Vorteil von NVLink-C2C ist die Fähigkeit, Arbeit mit minimalem Overhead über die Verbindung zu teilen, zu planen und zu verteilen. Dies erlaubt den Herstellern die Rechenkapazität, um softwaredefinierte Fahrzeuge (SDV) zu bauen, die durch sichere Over-the-Air-Software Updates aktualisierbar sind.

Quelle

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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