Nvidia kündigt DRIVE Map an

Nvidia Drive Map Layer. Quelle: Nvidia

Der IT-Spezialist Nvidia hat eine Plattform für die Erstellung von HD-Karten mit autonomen Fahrzeugen angekündigt.

In der autonomen Fahrzeugbranche hat Nvidia eine bedeutende Stellung, nicht zuletzt sind die Chips der Firma in etlichen Fahrzeugen verbaut. Mit Omniverse verfügt Nvidia auch über eine Plattform für das autonome Fahren und nun kommt mit Map eine Plattform für die Bereitstellung von Kartendaten. Dies hängt auch mit der Übernahme des Startups DeepMap zusammen.

Nvidia Drive Map Layer. Quelle: Nvidia

Nvidia Drive Map Layer. Quelle: Nvidia

Exakte Kartendaten dienen den Fahrzeugen der Positionsbestimmung und ermögilicht in vielen Bereichen das autonome Fahren erst. Diese Daten will Nvidia mit seiner Plattform durch verschiedene Quellen bereitstellen. Derart sollen Hunderttausende Straßenkilometer aus den China, Europa und den USA zusammenkommen – mit Vorzug Autobahnen.

DRIVE Map ist skalierbar, multimodal und soll die Entwicklung des autonomen Fahrens auf Level 4 voranbringen. Die Daten kommen aus der KI-Crowd. DeepMap sammelte Daten von Bildern und machte daraus eine präzise Karte, die ständig aktualisiert wurde.

Die Genauigkeit der Nvidia Kartenplattform ist von enormer Bedeutung. Diese Genauigkeit wird auch durch die drei Schichten der Karte ermöglicht. Die Kameraschicht zeigt Fahrbahnmarkierungen, Ampeln, Schilder und derlei mehr. Die Radarschicht ist eine Punktwolke, die die Navigation bei schlechtem Wetter verbessert. Diese Daten ergänzen fehlende Karteninfos in beispielsweise Vororten. Die Lidarschicht ist mit einer Genauigkeit von fünf Zentimeter Abweichung die exakteste. Zudem helfen semantische Daten wie Verkehrsanweisungen, Abbiegespuren und Zebrastreifen. Mithilfe der Daten können die Fahrzeuge sich so verhalten, wie es von dem übrigen Verkehr erwartet werden kann.

Die Nvidia Karte wird mit zwei separaten Karten-Engines erstellt: der Ground-Truth-Mapping-Engine und der Crowdsourcing-Mapping-Engine. Bei der ersten Engine werden die Daten von Vermessungsfahrzeugen erfasst und mit der Crowd-Engine werden Daten von Pkw-Sensoren verarbeitet. Die Ground-Truth-Engine basiert auf der DeepMap Survey Map Engine-Technologie, die in den letzten sechs Jahren entwickelt wurde.

Die Daten können von Omniverse, die Entwicklungsplattform für autonomes Fahren bei Nvidia, verwendet werden, um die KI zu trainieren. Derart werden aus den Daten digitale Zwillinge geschaffen, die gemeinsam eine Weltkarte abbilden sollen.

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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