JiJU – Autonomes Fahren von Geely und Baidu

JiJU – Autonomes Fahren von Geely und Baidu

Mit JiDU zeigt China abermals seine Innovationsstärke im Bereich des autonomen Fahrens.

Geely hat jüngst Satelliten ins All geschossen, um die Vernetzung des autonomen Fahrens besser abzusichern. Dem Unternehmen gehört auch Volvo und es ist Großaktionär bei Mercedes-Benz. Nun kooperiert man mit dem chinesischen Google: Baidu. Der Internetgigant hat vor allem mit Apollo eine führende Plattform für die Entwicklung des autonomen Fahrens auf den Markt gebracht.

Zusammen unterstützt man nun das Unternehmen für autonome E-Fahrzeuge: JiDU. Das junge Unternehmen hat jüngst seinen Robocar vorgestellt, der mit offiziellem Namen JiDU ROBO-01 heißt. Die Vorstellung des Fahrzeugs erfolgte im chinesischen Metaverse: “XiRang metaverse”. Ein zukunftsträchtiger Auftritt.

In dem Fahrzeug soll eine neue KI die Systeme regeln und damit einen revolutionären Ansatz auf den Markt bringen. Im Zentrum des Designs steht der Mensch und die KI organisiert auch die HMI. Das Fahrzeug stellt einen SUV dar, das mit Flügeltüren ankommt. Des Weiteren verfügt es über einen aktiven Heckflügel, der sich anheben lässt und “ROBOWing” heißt.

Ein Lenkrad gibt es zwar noch, aber es ist klappbar und hat eine U-Form. Das randbefreite Frontdisplay verläuft über volle Breite, verfügt über eine 3D Optik, immersives Audio und Video und hat eine Sprachfunktion. Die Sitze sind von Raumfahrzeugen mit ihren Schwerelosigkeitssitzen abgekupfert und die Türen verfügen über keine Türgriffe.

Das autonome Fahren von JiDU gelingt aufgrund der Full-Stack-Apollo-Technologie von Baidu, dessen Fähigkeiten mit 27 Millionen Testkilometern auf öffentlichen Straßen in über 30 Städten erprobt wurde. Die fortschrittlichen Fahrfähigkeiten des Roboterfahrzeugs basieren auf einer besonderen, antrainierten Funktionalität und dem JIDU Robocar Neural JET (JIDU Evolving Technology). Es unterstützt ein autonomes Fahrsystem auf hohem Niveau mit vollständiger Redundanz aller kritischen Systeme.

Zum Einsatz kommen zwei Nvidia Drive Orin X Prozessoren mit insgesamt 31 Sensoren, wozu zwei Lidar 5MM-Wellenradare und ein Dutzen Kameras gehören. Das Auto fährt auf Level 4 und nutzt Autobahnen, aber auch urbane Straßen und kann sich selbstständig abparken. Die Kommunikation erfolgt mit Edge-Signalen, sodass es nicht auf Mobilfunk oder die Cloud angewiesen ist.

Eine limitierte Version des Modells soll noch im Herbst auf den Markt kommen und ein zweites Modell soll auf der Guangzhou Auto Show vorgestellt werden.

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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