Roboterhund zieht Düsenjet

Eine Roboterkonstruktion einer italienischen Forschungsgruppe zieht einen drei Tonnen schweren Düsenjet.

Vor nicht allzulanger Zeit zogen Cheetah-Roboter aus dem Hause Boston Dynamics einen Schwerlaster die Straße entlang. Die Demonstration der Fähigkeiten der Roboter verbreitete sich weltweit und beeindruckte offenbar auch andere Forschungsgruppen. So hat nun das Dynamic Legged Systems Lab am Italian Institute of Technology (IIT) einen Roboter vor einen Düsenjet gespannt und ließ ihn das Flugzeug ziehen.

Das Dynamic Legged Systems Lab am Italian Institute of Technology (IIT) ist bereits seit neun Jahren daran, einen hydraulischen Quadrupedal-Roboter zu entwickeln. Der bekannteste Roboter dieser Art ist der Cheetah, der inzwischen in der dritten Generation vorhanden ist. Nun hat das italienische Institut seine Neuentwicklung vorgestellt: HyQReal.

HyQReal ist so konzipiert, dass er sehr leistungsstark und dabei robust ist. Zur Demonstration der Fähigkeiten zog der Bot alleine einen Düsenjet. Der Bot ist 1,33 Meter lang und erreichte eine Höhe von 90 Zentimetern. Dabei wiegt HyQReal 130 Kilogramm.

Seine Haut besteht aus Kevlar, Glasfaser und Kunststoff und er verfügt über spezielle Gummifüße, die ihm mehr Halt geben. An Bord des Roboters befinden sich zwei Computer. Eine Recheneinheit dient der Wahrnehmung, die andere der Steuerung.

Für die Entwicklung kooperiert das IIT mit Moog, wobei es konkret um die Hydraulik ging. Der Roboter verfügt über zwei Hydraulikpumpen, jeweils für die Vorder- und Hinterbeine. Die Stromversorgung per Batterie reicht für zwei Stunden. Der Bot kann mit Wasser und Staub umgehen, da die Antriebstechnik gut versiegelt ist.

Das Forschungsinstitut gibt an, dass der Bot in der Lage sei, von selbst aufzustehen, wenn er umfällt. Künftig soll der Roboter mit einem Greifarm ausgestattet werden. Der Roboter ist für den Einsatz in Katastrophengebieten, in der Landwirtschaft und zur Inspektion gedacht.

Quelle (englisch)

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