Keine Fusion zwischen Renault und Fiat-Chrysler

Die Idee einer Fusion von Renault und Fiat-Chrysler ist aus. Die Verhandlungen wurden abgebrochen.

Vor knapp zwei Wochen wurde bekannt, dass Fiat-Chrysler dem Konkurrenten Renault eine Fusion der beiden Häuser vorgeschlagen hat. Zusammen würden sie die drittstärkste Kraft innerhalb der Autobranche stellen. Doch nun ist der Plan offenbar gestorben.

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Wie das Wall Street Journal berichtet, hat Fiat-Chrysler sein Angebot zurückgezogen. Der Grund soll politischer Natur sein und damit ist ausnahmsweise nicht Donald Trump gemeint, sondern es wären die politischen Rahmenbedingungen in Frankreich derzeit nicht gegeben. Der französische Staat hat Anteile an dem Unternehmen Renault, konkret besitzt man 15 Prozent.

Aber auch Nissan war offenbar ein Problem bei den Verhandlungen. Renault bildet mit Nissan und Mitsubishi die Alliance 2022. Sie kombinieren dort Forschung und Entwicklung, was Kostengründe hat. Gemeinsam wollen sie auch das Autonome Fahren zur Marktreife bringen. Das Geflecht ist durch gegenseitige Anteilsnahme verbunden. So besitzt Renault 43,4 Prozent von Nissan und Nissan 15 Prozent von Renault.

Die Vereinigung war Ausdruck des derzeit stattfindenden Wandels innerhalb der Autobranche. Der Kostendruck für die Entwicklung der E-Mobilität und des Autonomen Fahrens macht die einstigen Konkurrenten zu Verbündeten. Das zeigt sich nicht nur an diesem Beispiel, sondern auch an anderer Stelle. So haben sich bereits BMW und Daimler stark angenähert und auch hier könnte es zu einem Zusammenschluss kommen. Bezüglich der E-Mobilität hat BMW jüngst angegeben, künftig mit Jaguar Land Rover zusammenzuarbeiten.

Es ist abzusehen, dass es weitere Zusammenschlüsse geben wird. Der Druck zu liefern, auch weil man selbst Fristen gesetzt hat, und die damit verbundenen Kosten nötigen die Firmen dazu.

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