HEAT | Autonomes E-Shuttle für Hamburg

Hamburg bekommt sein erstes Autonomes E-Shuttles von IAV für die Fahrt auf der Teststrecke.

Vor zwei Jahren wurde beschlossen, dass in Hamburg Autonome E-Shuttles verkehren sollen. Das ist ein Teil einer Automatisierungsoffensive anlässlich des ITS-Weltkongresses 2021, die beispielsweise auch die Testflotte von Volkswagen und Autonome S-Bahnen impliziert. Nun ist der erste Autonome Shuttlebus für Hamburg vorgestellt worden.

IAV Shuttle in Hamburg.

IAV Shuttle in Hamburg. Quell: IAV

Das Fahrzeug, das unter dem Kürzel HEAT für Hamburg Electric Autonomous Transportation eingeweiht wurde, ist Teil des Forschungs- und Entwicklungsprojekts für Hamburg. Das Shuttle ist fünf Meter lang, wiegt drei Tonnen, kann bis zu zehn Personen transportieren und soll 2021 auf Level 4 verkehren. Das Unternehmen IAV hat das Autonome E-Shuttle entwickelt, das auch über eine Barrierefreiheit verfügt.

Zu Beginn der Testphase soll das Fahrzeug über Bordpersonal verfügen und später soll das Shuttle ganz allein, und zwar im Regelverkehr, fahren können. Dementsprechend ist das Ziel des Projekts die Integration des Fahrzeugs in den normalen Straßenverkehr als Teil des öffentlichen Nahverkehrs. Dafür soll es auch mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50 Stundenkilometer schnell fahren, was es bisher noch nicht gegeben hat. Für diese Geschwindigkeit muss auch die Infrastruktur entsprechend aufgebaut werden, die mit dem Fahrzeug kommuniziert.

Der Kleinbus verkehrt auf dem Testfeld Hamburg, genauer in der Hamburger HafenCity. Dort wird das Gefährt auch geladen. Die Strecke verfügt über fünf Haltestellen und misst 1,8 Kilometer, was weniger ist, als zunächst geplant. Im weiteren Verlauf soll die Strecke auf das gesamte Testfeld ausgeweitet werden.

Für den Betrieb gab es vor Kurzem eine F-und-E-Zulassung, also eine Ausnahmegenehmigung. Damit sollen auch Erkenntnisse für die Gesetzgebung gewonnen werden. Außerdem sollen es Erhebungen unter den Passagieren geben, die vor allem das Sicherheitsgefühl abfragen.

Das Projekt wird von der Hamburger Hochbahn AG geleitet. Weitere Kooperationspartner sind Siemens für die Infrastruktur, das IKEM (Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität) begleitet das Projekt mit dem Blick auf rechtliche Aspekte und das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) führt die Befragungen durch und ermittelt die Anforderungen.

Die Finanzierung erfolgt auch durch die Stadt Hamburg und das Bundesumweltministerium. Das Gros der Kosten stemmen aber die privaten Partner. Die Shuttles verkehren ab August im Probebetrieb und ab 2020 werden auch Passagiere mitgenommen.

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