Honda investiert in Cruise Automation (GM)

Der japanische Autobauer Honda investiert viel Geld in eine Firma, die zu General Motors gehört.

Eigentlich kooperiert Honda mit Waymo (Google) in puncto Autonomes Fahren. Doch schien sich seit der Vereinbarung nicht viel getan zu haben. Nun investiert Honda in das Unternehmen Cruise Automation, das zur Konkurrenz von Waymo gehört – nämlich zu General Motors.

Cruise Fahrzeug

Honda lässt sich das neue Arrangement 2,75 Milliarden US-Dollar kosten, wobei anfänglich lediglich 750 Millionen US-Dollar überwiesen werden. Das restliche Geld wird über einen Zeitraum von zwölf Jahren bereitgestellt. Im Gegenzug entwickelt Cruise Automation mit Honda zusammen ein Autonomes Fahrzeug. Die Modelle sollen einen hohen Automatisierungsgrad erreichen und in Serie vom Band laufen können.

Erst im Mai dieses Jahres konnte Cruise Automation eine Finanzspritze in Höhe von 2,25 Milliarden US-Dollar des Mutterkonzerns General Motors und dem japanischen Unternehmen SoftBank verbuchen. Des Weiteren überlegt GM das Tochterunternehmen an die Börse bringen, wobei noch mehr Kapital nachfließen soll. Für den Erwerb von Cruise Automation hatte GM 2016 eine Milliarde US-Dollar auf den Tisch gelegt.

Das Ziel der Übung ist es, dank dem Unternehmen die Automatisierung der Fahrzeuge zu erreichen. So will GM bereits 2019 einen Autonomen Fahrdienst in Kalifornien anbieten, wofür man aber noch eine Genehmigung braucht. Denn in Kalifornien ist es zwar erlaubt, Passagiere mit den Fahrzeugen zu transportieren, doch darf man dafür eigentlich kein Geld verlangen.

Über das Aussehen des gemeinsamen Projekts von Honda und GM wurde nur wenig gesagt. So soll es ein neues Raumnutzungskonzept geben und die User-Erfahrung soll im Zentrum stehen. Da der Chief Operating Officer von Honda, Seiji Kuraishi, die Partnerschaft mit GM als exklusiv bezeichnet, dürfte der Deal mit Waymo geplatzt sein. Dort hat man bisher noch kein Statement dazu veröffentlicht.

Quelle (englisch)

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