BMW: Autonomes Fahren durch Ideologie & Bürokratie ausgebremst?

Der Vorstandsvorsitzende von BMW, Harald Krüger, kritisiert den Umgang mit dem Autonomen Fahren in Deutschland.

Die Akzeptanz des Autonomen Fahrens steigt hierzulande. Doch während die deutsche Autoindustrie noch in den Kinderschuhen herumwatschelt, hat der Branchenprimus Waymo (Google) bereits einen kommerziellen Betrieb im US-Bundesstaat Arizona eingeleitet. Hierzulande überlegt sich die Branche nun, bezüglich des Autonomen Fahrens, zusammenzuarbeiten.

BMW iNext Vorstellung in Los Angeles

BMW iNext Vorstellung in Los Angeles. Quelle: BMW

Derweil kritisiert der Chef von BMW, Harald Krüger, eine rückwärtsgewandte Debatte in Deutschland. Der Diskurs wäre auch ideologisch gefärbt. Doch dieses vermeintliche Argument wird nicht weiter ausgeführt, so bleibt denn die Frage, was ideologisch-gefärbt sei, ein schwarzes Loch. Es erinnert jedoch an eine CSU-Sprachmanier, wenn man keine Argumente mehr hat.

Das ist in sofern relevant, als dass sich Krüger heute in München mit dem bayrischen Ministerpräsidenten Söder (CSU), dem Bundesverkehrsminister Scheuer (CSU) und dem Wirtschaftsminister von Bayern, Hubert Aiwanger (FW), trifft. Der Anlass ist das Zukunftsforum Automobil.

Krüger forderte im Interview mit einer Zeitung, dass man nicht nur reden, sondern handeln sollte. Man bräuchte mehr Pilotprojekte, mehr Technologiezentren und dererlei mehr in Bayern. München solle zum Vorbild für die moderne Mobilität werden. Dafür, so die Forderung an Söder und Scheuer, müsse die Politik handeln. Schon der vorherige Verkehrsminister Dobrindt hatte gegen alle Widerstände das erste Testgebiet in Bayern auf der A 9 durchgesetzt.

Der Ausbau der Infrastruktur und das Vorantreiben der Digitalisierung verlaufen zu langsam, so Krüger. Explizit nannte er die 5G Technologie, die man für das Autonome Fahren brauche. Diese Entwicklung dürfe sich nicht nur in Metropolen abzeichnen. Außerdem würde die Bürokratie die Entwicklung des Autonomen Fahrens ausbremsen. Sei es die Haftung, das Zulassungsprozedere oder die Frage des Datenaustausches.

Als Vorbild nannte er China. Dort gibt es denn auch gar keinen Datenschutz, außer die des Staates. Dort würde man Fakten schaffen, aber es gibt es auch keinen offenen Diskurs. In China ist Überwachung sowieso allgegenwärtig, sei es der Verkehr oder die Personen. Das soll das Vorbild sein?

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