Berlins Osten und das Autonome Fahren

In den Stadtteilen Kaulsdorf und Mahlsdorf könnte das Autonome Fahren Einzug halten.

In Berlin-Kaulsdorf und Berlin-Mahlsdorf soll es bald Robotik geben, die durch den öffentlichen Verkehr braust. So könnten einerseits bald Lieferroboter von Starship Technologies die autonome Lieferung von Paketen durchführen und andererseits könnten automatisierte Straßenreinigungsfahrzeuge verkehren.

EasyMile Shuttle in Berlin

EasyMile Shuttle in Berlin

Im Auftrag der Agentur für Elektromobilität (Emo), das dem Land Berlin unterstellt ist, wurde eine Studie mit Namen “Vernetztes und automatisiertes Fahren im Berliner Wirtschaftsverkehr” von der Unternehmensberatung PwC und dem DLR erstellt. Darin wird die Etablierung eines Testfelds in Mahlsdorf und Kaulsdorf empfohlen.

Der Grund dafür liegt in der Beschaffenheit der Bezirke mit Familienhäusern und der geringen Bevölkerungsdichte im Verhältnis zu anderen Bezirken Berlins. Die Lieferwege sind hier relativ lang, aber die Infrastruktur lässt mehr Verkehr zu.

Derart sollen dort Autonome E-Shuttles verkehren können. Diese könnten Lieferungen von einem nahe gelegenen Depot zu den Häusern fahren. Zur Sicherheit, so die Studie, sollte es aber eine Person an Bord geben. Die letzten Meter übernimmt dann wieder der Mensch mithilfe des Lieferfahrzeugs, das über einen Folge-Modus verfügt. Derart fährt es den Zustellenden hinter her, wenn diese zu Fuß unterwegs sind. Auch die Lieferbots von Starship sollen hier die Runde machen.

Außerdem soll es Autonome Reinigungsfahrzeuge geben, die durch die beiden Berliner Stadtteile fahren sollen. Auch sie können nicht alle Tätigkeiten des Menschen ersetzen, die Angestellten aber unterstützen. Die entsprechenden Fahrzeuge sollen von Enway kommen.

Allerdings ist es noch völlig unklar, wann und ob das Projekt überhaupt umgesetzt wird. Bei der Politik stößt die Studie mit dem Umsetzungsfeld in den beiden östlichen Bezirken auf reges Interesse. Die Deutsche Post hat jüngst aber die entsprechenden Projekte eingestellt. Technisch machbar, aber zu teuer, war das Motto.

Quelle

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