Aurora braucht Geld und erwägt auch Verkauf

Aurora braucht Geld und erwägt auch Verkauf

Das Startup Aurora hat mehrere Optionen, um an Geld zu kommen. Der Verkauf des Geschäfts an Apple oder Microsoft ist eine davon.

Aurora plant die Kommerzialisierung der Lkws. Dafür kooperiert man mit FedEx, Paccar, Schneider, Werner und Xpress. Das Unternehmen wurde vom ehemaligen Google-Mitarbeit Chris Urmson gegründet.

Nun ist ein Memo des CEO von Aurora aufgetaucht. Danach will man die Liquidität des Unternehmens erhöhen. Teil des Memo sind Kostensenkungs- und Geld-Generierungsoptionen. Dabei spricht man von einem Einstellungsstopp, einem Stellenabbau, der teilweisen Ausgliederung von Unternehmenswerten oder der Verkauf von Aurora an finanzstarke Tech-Größen wie Apple oder Microsoft oder einen Tier-1-Lieferanten.

Dass das Memo bekannt wurde, lag an einem internen Fehler. Anstatt es an den Vorstand zu senden, wurde es irrtümlicherweise an die gesamte Aurora-Belegschaft übermittelt – also etwa 1.600 Personen. Zu der durchgestochenen Mail bemerkte das Unternehmen schriftlich, dass solche Optionen bei jedem Unternehmen überlegt werden.

Der Effekt war zunächst, dass der Börsenkurs gestiegen ist. Das Einsammeln von Geld am Kapitalmarkt gestalte sich aber schwierig.  Für das nächste Jahr brauche man 300 Millionen US-Dollar.

Die größte Sorge wäre, die Moral der Mitarbeitenden aufrechtzuerhalten, weswegen Urmson vor einem Stellenabbau warnt. Er empfiehlt aber, diejenigen zu entlassen, die schlecht performen und Doppelpositionen abzuschaffen. Mit dem Einstellungsstopp könnte man über sieben Millionen US-Dollar sparen.

Auch der Verkauf der Teststrecke oder der Lidar- und Simulationslabs sind mögliche Optionen des Memos. Außerdem sind die Abschaffung des CEO-Eigenkapitalzuschusses, die Reduzierung der Softwarelizenzen um 20 %, die Aussetzung der Jahresboni und die Einstellung des Essensservices auf dem Tisch.

Der Verkauf sei nicht die präferierte Option, so Urmson. Das hänge jedoch vom Angebot ab.

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

* Für einen Kommentar braucht es einen Blick in die Datenschutz-Bestimmungen