Weltwirtschaftsforum: Zwei Herausforderungen für Autonomes Fahren

Der Vorstand des Weltwirtschaftsforums glaubt, dass Autonomes Fahren vor zwei Herausforderungen steht.

Das Autonome Fahren und die Elektromobilität haben einen Wandel der Autoindustrie herbeigeführt, dessen erste Auswirkungen sich beispielsweise in der engeren Zusammenarbeit der Hersteller äußert. Durch die gemeinsame Herangehensweise spart man Geld in der Forschung ein.

Autobahn in Berlin

Doch bevor das Autonome Fahren eines Tages tatsächlich auf der Straße ist, ergeben sich zwei Probleme. Michelle Avary, Leiterin der Abteilung für autonome Mobilität beim Weltwirtschaftsforum, nennt die zwei wesentlichen Herausforderungen, die auf die Wirtschaft zukommen. Die Branchenbeteiligten, Hersteller, Startups und Techfirmen, bräuchten die sichere Technik und neue Geschäftsmodelle.

Bei der Technik geht es vor allem um die Objekterkennung und das Ausweichen von Hindernissen. Die Neuheit der Technologie erlaubt die Bereitstellung nur durch einigen Marken. Doch diese müssten ihr Wissen teilen, denn nur so könnten es die Technologie auf die Straße schaffen. Es braucht daher mehr Kooperationen. Die Handelskriege zwischen den USA und China wären da nur hinderlich. Sie stören das Teilen von Daten, was das Wachstum hemmen wird. Außerdem könnte es dazu führen, dass die Firmen nur innerhalb des Landes expandieren.

Das Autonome Fahren wird einen Unterschied machen und so braucht es neue Geschäftsmodelle im Bereich der Logistik, dem Bergbau und dem Bauwesen. Die Entwicklung wird nicht am Robotertaxi halt machen. Das verspricht aufgrund des Wegfalls der Fahrenden zwar höhere Gewinne, aber die Logistik sei diesbezüglich interessanter, so Avary.

Der Transport von Gütern auf der Autobahn sei lukrativer als das Geschäft mit den Robotertaxis. Tatsächlich ergaben schon einige Studien, dass die Automatisierung der Nutzfahrzeuge schneller einsetzen werde als bei den Pkws. Hier gibt es aber noch wenig Konkurrenz, so Avary.

Quelle (englisch)

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