UC-Forschung: Wann muss das System eingreifen?

Fahrsimulator Fraunhoer IAO

An der University of California (UC) in Berkkeley versucht man die Interaktion zwischen Mensch und Maschine zu verbessern. Die Frage ist, wann muss das System die Fahrenden unterstützen?

Fahrassistenzsysteme sind in nahezu jedem Neuwagen enthalten und im nächsten Schritt werden sie miteinander verbunden. Die Systeme überwachen sich selbst und auch den Menschen, um zu wissen wann sie gebraucht werden. Wird der Mensch zu bequem, verlässt er sich zu sehr auf die Technik. Daher muss das System erkennen, ob und wann es gebraucht wird. Die Technik kann bestimmte Szenerien nicht beurteilen und der Mensch muss die Grenzen des Systems kennen.

Fahrsimulator Fraunhoer IAO

Aus der Berkeley-Perspektive will man quasi, dass beide voneinander lernen. Bisher sind Assistenzsysteme so gestrickt, dass der Mensch als Störquelle betrachtet wird. Durch die Überwachung des Menschen in Haltung, Kopf- und Augenbewegung, sollen Fahrendemodelle entstehen, die das System einschätzen kann. Erkennt das System beispielsweise Müdigkeitserscheinungen, kann es reagieren.

Doch auch das kann Schwierigkeiten mit sich bringen. So soll das System beispielsweise auch entscheiden können, ob jemand ein Smartphone nur in der Hand hält, oder auch wirklich nutzt. Daher sollen auch die Features in das Monitoring aufgenommen werden, so kann man sagen, ob das Smartphone tatsächlich aktiv ist. Die Fahrendenmodelle sollen zudem individualisiert werden.

Die Tests an Menschen finden am Simulator statt, im nächsten Schritt will man in richtige Autos auf der Straße. Die Fahrzeuge für diese Tests und die Finanzierung der Forschung stellt der Autohersteller Hyundai.

Projektübersicht
Studie

 

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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