Daimler Forschung: Autonome Fahrzeuge markieren

Projekt Villa Ladenburg empfiehlt die Markierung von Autonomen Fahrzeugen, und diese sollten auf kulturelle Eigenarten eingestellt sein.

Der Verkehr im urbanen Raum ist vielfältig und kompliziert für ein Autonomes Fahrzeug. Unter anderen Dingen, muss das Auto auch Handzeichen und Gestiken erkennen und ihre Bedeutung interpretieren können.

Der Daimler Konzern hat das Projekt Villa Ladenburg gegründet, wo man die Auswirkungen der Technik des Autonomen Fahrens auf die Gesellschaft untersucht. Der Psychologe Berthold Färber vom Institut für Arbeitswissenschaft der Universität der Bundeswehr in München arbeitet an diesem Problem der Mensch-Maschinen Kommunikation und will herrausfinden, wann mögliche Kommunikationsmissverständnisse geschehen können und wie die Menschen auf den Einsatz von Autonomen Fahrzeugen reagieren.

Situationen für Missverständnisse können auf menschlicher Seite der fehlende Blickkontakt mit dem Fahrenden sein. Daher, so der Forscher, sollten diese Autos über eine Markierung verfügen, sodass jeder sofort realisiert, dass das Auto selbstständig – autonom – fährt. Weitergedacht, könnte diese Auffälligkeit einige Personen aber auch dazu herausffordern, die Fahrzeuge aus Langeweile zu testen und versuchen es zu stoppen.

Darüberhinaus fragt man sich beim Projekt Villa Ladenburg, wie man die kulturellen Unterschiede in der Welt im Algorithmus unterzubringen. So hat das Hupen in China eine andere Bedeutung als in Deutschland. Auch das Verkehrsverhalten schon innerhalb von Europa ist sehr unterschiedlich.

Quelle

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren und berichte auch auf anderen Seiten, wie dem Smart Mobility Hub, darüber. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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