Tesla Model S gehackt

IT Fachpersonal aus Belgien ist es gelungen einen Tesla Model S innerhalb kürzester Zeit zu hacken.

Immer wieder wird klar, dass die Autoindustrie zu wenig Geld in die IT-Sicherheit investiert. Werbewirksam werden einzelne Sicherheitskomponenten dargestellt und regelmäßig gibt es IT Fachleute, die dann Sicherheitslücken finden. Das betrifft meist nicht nur die Hardware in den Autos, sondern auch die Verbindung zwischen Fahrzeug und beispielsweise Smartphone.

Nun hat es auch Tesla getroffen. Forschende der katholischen Universität (KU) in Leuven in Belgien gelang es bereits letztes Jahr das Model S von Tesla zu hacken. Sie stellten ihre Ergebnisse auf einer Konferenz in Amsterdam vor. Das Ziel des Angriffs war der Kommunikationschip zur Öffnung der Türen.

Diese Kommunikation ist zwar mit einem 40 Bit Verfahren verschlüsselt, aber die IT-Fachleute lasen die Funkschlüssel aus und das reichte für den Hack. Daraus errechneten die Forschenden mehrere Schlüssel. Diese wurden zusammen mit der Identifikation an das Auto gesendet und der Sesam öffnete sich. Die ID wird zuvor aus dem Auto ausgelesen, das man Hacken möchte.

Die nötige Hardware dafür ist relativ kostengünstig und beläuft sich auf unter 1.000 Euro. Das Auto selbst kostet aber rund 70.000 Euro. Inzwischen ist die Sicherheitslücke geschlossen und die Verschlüsselung wurde intensiviert. Mit dem letzten Update wurden zudem neue Sicherheitsüberprüfungen in Form einer PIN installiert.

Der Kommunikationschip stammt von dem Zulieferunternehmen Pekton und ist inzwischen bereits verbessert worden. Die Fahrzeugmodelle des Herstellers die ab Juni ausgeliefert wurden verfügen bereits über die verbesserten Sicherheitsmaßnahmen. Die Forschenden aus Belgien belohnte Tesla für die Information über die Schwachstelle mit 10.000 US-Dollar.

Quelle

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