Gesichtserkennung: Amazon und Schönheits-OP

Der Chef von Amazon, Jeff Bezos, fordert ein Gesetz zur Gesichtserkennung in den USA.

Amazon, so der Wille des Chefs Jeff Bezos, will Gesichtserkennung einsetzen und plant entsprechende Vorschriften zu formulieren. Diese sollen dann von der Regierung in Gesetze gegossen werden.

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Dabei ist die Technik längst nicht soweit. Ein Test der Organisation ACLU Foundation in Nordkalifornien ergab, dass es oftmals zu Fehlinterpretationen kommt. Das gilt vor allem bei Menschen mit dunkler Hautfarbe. Auch in Deutschland, wo man die Gesichtserkennung am Bahnhof Südkreuz in Berlin testete, ergab, dass die Übereinstimmungsrate längst nicht so hoch ist, wie verkündet.

Das Programm von Amazon wird an Polizeibehörden verkauft. In den USA fürchtet man, dass sich der Einsatz der Gesichtserkennung vor allem zur Diskriminierung bei der Polizeiarbeit führt. Auch in Großbritannien warnt das Zentrum für Datenethik und -innovation davor.

Derweil wurde bekannt, dass eine Frau in China nach einer Schönheitsoperation, neu bei den Behörden vorstellig werden musste. Dort ist die Gesichtserkennung bereits gängiges Mittel. Nach der Operation wurde sie aber nicht mehr erkannt. Sie konnte einige Bezahldienste und Services nicht mehr nutzen.

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