EU: Verbot der Gesichtserkennung

Die EU überlegt derzeit die Gesichtserkennung zunächst temporär zu verbieten.

Die Firma Clearview aus den USA soll Bilder aus sozialen Medien milliardenfach gesammelt haben, um eine Datenbank zur Gesichtserfassung zu etablieren. Damit könnte man Künstliche Intelligenzen trainieren. Diese massenhafte Sammelwut in nie da gewesener Form, schockierte sogar politische Akteure in den USA.

ueberwachungskamera

Die Eindämmung der Technik in Europa ist ein Vorschlag des Weißbuchs der EU-Kommission zur Künstlichen Intelligenz. Die Gesichtserkennung ist gerade in Deutschland sehr beliebt und wird beispielsweise am Bahnhof Südkreuz in Berlin eingesetzt. Außerdem rühmt sich diese Bundesregierung weiterer 148 Einsatzfelder. Jedoch sind das Testfelder und gerade gestern erst, verkündete der Innenminister Seehofer (CSU), dass er noch einige Fragen dazu hätte und das Gesetz die Technik nicht enthält.

Das Weißbuch der EU zu dem Thema verweist auf 18 Seiten auf die Gefahren der Technik, wie der Aushebelung des Datenschutzes und der Massenüberwachung durch Behörden. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) steht dem Konzept entgegen und daher soll die Verordnung nun angepasst werden. Die Menschen müssten einer automatisierten Bildverarbeitung ihrer Gesichter zustimmen.

Bis zur neuen Regelung soll, so die Empfehlung, die Nutzung der Technik untersagt bleiben. Die Autoren sprechen dabei von drei bis fünf Jahren. Nur zu Forschungs- und Sicherheitszwecken soll die Technik erlaubt bleiben, wobei man für den Sicherheitseinsatz eine richterliche Genehmigung brauche.

Des Weiteren beschäftigt sich das Dokument mit dem KI-Einsatz in Autonomen Fahrzeugen. Mit Verweis auf den tödlichen Unfall von Uber, muss die Sicherheit solcher Systeme überprüft werden. Dies könnte sich als schwerwiegend erweisen, denn bisher ist es unklar, wie eine Künstliche Intelligenz überhaupt funktioniert.

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