Gefährdet durch Assistenzsysteme?

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Bei Tests der US-amerikanischen American Automobile Association (AAA) kam es zu schwerwiegenden Zusammenstößen mit Dummys.

Auch wenn die Fortschritte des autonomen Fahrens in der Vergangenheit enorm waren, so hat die Technik dennoch noch einen langen Weg vor sich. Die Leistung der agierenden KI ist nicht so abgesichert, wie es für eine Zulassung in Europa sein sollte.

Der AAA testete Unfallvermeidungssysteme von Fahrzeugen. Bei allen 15 Tests kam es zu Frontalzusammenstößen mit entgegenkommenden Fahrzeugen auf einer Fahrspur – mit verheerenden Folgen für Insassen und Fahrzeug. Tatsächlich gelang es nur dem Tesla Model 3 seine Geschwindigkeit deutlich zu reduzieren, bevor es schließlich mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammenstieß. Ein Drittel der Testfahrzeuge erfassten Fahrräder, die die Fahrbahn querten. Das erinnert an den tödlichen Uber-Unfall.

Die Ergebnisse kommentierte die AAA derart, dass die Kollisionen auf die Notwendigkeit einer ständigen menschlichen Aufmerksamkeit erforderlich machten. Die Systeme seien nicht gestört, sie könnte mit seltenen, sogenannten “Edge Cases” nicht immer umgehen. Doch diese seltenen Vorfälle ergäben sich im normalen Verkehr regelmäßig. Die AAA forderte die Hersteller auf, die Probleme zu lösen, bevor sie sich dem autonomen Fahren widmeten.

Die Tests auf geschlossenen Teststrecken wurden mit beispielsweise einem Subaru Forester von 2021, einem Hyundai Santa Fe von 2021 und einem Tesla Model 3 von 2020 durchgeführt. Obwohl die Autopilot-Funktionen von Tesla im AAA-Test besser abschnitten als die Konkurrenz, gab es doch wiederholt Ausfälle.

Musk, der regelmäßig mit eigenen Prognosen bricht, verkündete kürzlich erneut, dass er 2024 ein Robotertaxi auf den Markt bringen wird. In Deutschland ist jüngst das erste Level-3-Fahrzeug von Mercedes-Benz auf den Markt gekommen und die NHTSA will autonomen Fahrzeuge erlauben, die ohne Lenkrad und Pedale gebaut werden. Dabei wird die Angst vor der Technik nicht abgebaut und viele legen an solche Fahrzeuge höhere Maßstäbe an als an menschliche Fahrende

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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