Freihändig mit Ultra Cruise fahren, aber auch hier gibt’s Kostendruck

Cruise autonomes Auto Quelle: Cruise

Der US-Konzern General Motors stellt Neues der Ultra Cruise-Technologie vor. Und es gibt Sparpläne bei Cruise.

General Motors enthüllte, was man von seiner neuen Ultra Cruise-Technologie erwarten kann. Sie wird 2024 mit dem Cadillac Celestiq eingeführt. Das fortschrittliche Fahrassistenzsystem der nächsten Generation wurde entwickelt, um das Fahren in 95% der Fälle freihändig zu ermöglichen. Wobei die Rundum-Sicht durch einen neuartigen Sensor-Satz gewährleistet wird.

Die Technologie, die auf dem System Super Cruise basiert, liefert ein automatisiertes System dessen Sensoren aus Kameras, Kurz- und Langstrecken-Radars, Lidar besteht und diese mittels eines neuen Rechensystems mit Chips von Qualcomm berechnet. Sieben Langstrecken-Kameras mit acht Megapixeln befinden sich an der Vorder-, Ecken-, Rück- und Seite des Fahrzeugs und ermöglichen es dem System, Objekte wie Verkehrszeichen, Ampeln, andere Fahrzeuge und den Fußverkehr zu erkennen. Im Inneren überwacht der Wagen den Kopf und die Augen der Fahrenden, um sicherzustellen, dass sich der Mensch auf die Straße konzentriert. Sicherheit, so General Motors, hat oberste Priorität.

Vier Kurzstrecken-Radare an den Ecken erfassen einen Radius von bis zu 190 Meter. Diese werden von drei 4D-Langstrecken-Radaren an der Vorder- und Rückseite begleitet, die ACC-Geschwindigkeiten sowie Spurwechsel bei Autobahngeschwindigkeiten ermöglichen. Sie helfen auch, sichere Anhalteabstände zu bestimmen.

Während Super Cruise derzeit auf 400.000 Meilen kompatibler Straßen in den USA und Kanada funktioniert, ist bekannt, dass Ultra Cruise-fähige Autos bei der Markteinführung auf rund zwei Millionen Meilen Autobahnenstrecken fahren können. Wobei sich dies im Laufe der Zeit um ländliche und städtische Straßen erweitert.

Da der Celestiq voraussichtlich mehr als 300.000 US-Dollar kosten wird, wird der Zugang zur Ultra Cruise, die für die Premium-EVs von GM reserviert sein wird, nicht billig sein. Allerdings muss man betonen, dass es sich dabei um eine Level-2-Technologie handelt. Das bedeutet, dass der Mensch sich nicht anderen Dingen widmen kann, wie es beispielsweise bei der Mercedes-Benz S-Klasse auf Level 3 handelt.

GM hat zudem angekündigt, dass es dieses Jahr die Kosten des Startups Cruise senken will. Cruise betreibt derzeit Robo-Taxis in San FranciscoPhoenix und Austin und entwickelt sein eigenes autonomes Fahrzeug, den Origin. Den Berechnungen zufolge, verlor Cruise im zweiten Quartal 2022 täglich 5 Millionen Dollar.

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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