Artisense: Günstige Sensorauswertung

Das Startup Artisense will das Autonome Fahren mit Sensorik voranbringen.

Mit einer relativ günstigen Methode hat das Deutsch-US-amerikanische Startup Artisense vor, die Stadt Berlin in diesem Jahr zu kartografieren. Erst letztes Jahr hat man für die Erprobung der Methode Geld eingesammelt.

Testfeld Berlin Strasse des 17 Juni

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Artisense hat eine Software entwickelt, die auf Basis einer Künstlichen Intelligenz, den automatisierten Fahrzeugen das Sehen beibringen soll. Diese Technik nutzt man auch um Berlin zu erfassen. Dabei bedient man sich keiner Lidarsensoren und erhält dennoch eine 3D Karte der Umgebung.

Das Procedere und die Software, so das Unternehmen, sei einzigartig und dabei fallen keine großen Datenmengen an. Die Sensorik erfasst eine sogenannte 3D-Punktwolke, welche durch die Software ausgemalt wird. Aufgrund der geringen Datenmenge, erfolgt die Datenauswertung auch in Echtzeit. Das ist besonders für das Autonome Fahren von enormer Bedeutung. Dabei verzichtet die Methode auch auf GPS.

Die Konkurrenz, in Form von HERE, TomTom oder Google Maps, nutzt für dasselbe Ergebnis nicht nur teure Lidarsensoren, sondern es entstehen auch riesige Mengen an Daten. Aber auch hierfür gibt es schon einige Lösungsansätze. Derart hat Mobileye entsprechende Chips und Rechenmodelle entwickelt. Nvidia setzt dafür auf eine gesteigerte Rechenkapazität und hat mit ZF den derzeit schnellsten Chip für die Anwendung im Auto entwickelt.

Die Methode von Artisense ist aber ob der günstigen Hardware speziell. Außerdem ist diese auch nicht besonders groß und lasse sich problemlos in Fahrzeuge einbauen. Als Kooperationspartner hat man die Deutsche Bahn, Siemens, Bombardier und Alba gefunden.

Die Kartografierung von Berlin, die bereits im Januar begonnen hat, soll im März abgeschlossen sein. Pro Tag absolviert das Startup 400 Kilometer Strecke.

Quelle

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