Berlin wird 2019 digital kartografiert

In Kooperation mit anderen Unternehmen entwickelt Artisense digitales Kartenmaterial von Berlin.

Das 3D-Kartenmaterial ist ein wichtiger Grundbaustein für die Entwicklung des Autonomen Fahrens. Denn darüber können sich die Fahrzeuge besser verorten, als würden sie sich nur auf die Sensoren und GPS verlassen. Das Münchner Startup Artisense will aber noch besseres Kartenmaterial entwickeln.

Kartenerstellendes Fahrzeug

Kartenerstellendes Fahrzeug (Nicht von Artisense)

Die Erfassungsfahrten dafür werden im kommenden Jahr vorgenommen. Dafür wird Artisense von den Firmen Bombardier, Siemens und auch von der Müllrecyclingfirma Alba unterstützt.

Die nötigen Daten werden durch Fahrzeuge mit aufgesetzten Sensoren erfasst. Diese Technik nutzen auch andere Kartendienstleister – von Google über HERE bis TomTom. Das Startup Artisense bedient sich neben der Sensorik auch der Künstlichen Intelligenz. Damit will das Startup die Navigation ohne die Voraussetzung von GPS ermöglichen, ja selbst ohne die Benutzung von Lidarsystemen. Artisense entstand aus der Forschung der Technischen Universität München

Das Prinzip ist, dass man aus Videobilder unter Verwendung einer Künstlichen Intelligenz ein 3D Material erzeugt. Das Ergebnis ist eine virtuelle 3D-Karte, welche in diesem Fall Berlin abbildet. Das soll die Grundlage für das Autonome Fahren und andere neue Technologien darstellen.

Um den Datenschutz zu gewährleisten, werden persönliche Daten, wie die Kennzeichen der Autos oder Gesichter, verschlüsselt übertragen und nach dem Projektende wieder gelöscht. Zudem gibt es einen Datenschutzbeauftragten für das Projekt. Die Erfassungsfahrzeuge von Artisense werden darüber hinaus eindeutig kenntlich gemacht.

Dass man das Projekt in Berlin durchführt, so die Mitteilung, liege an dem Wunsch der Stadt sich zu einer Smart City zu entwickeln. Zudem sei hier die Startup-Szene besonders aktiv und diese Projekte helfen bei der Umsetzung weiterer Projekte.

Das Bahn-Unternehmen Bombardier verspricht sich von den Daten, Einsicht in gefährliche Verkehrssituationen. Außerdem will man auch die Züge automatisieren. Ein ähnliches Motiv hat auch Alba, sie wollen ihre Fahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr absichern und künftig auch auf das Autonome Fahren setzen.

Um dem Datenschutz gerecht zu werden, sind Erklärungen und Informationen auf dieser Seite angegeben.

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