ADAC & Datenblackbox im Auto

Neuerdings fordert der ADAC eine Blackbox für die Erfassung der Fahrdaten, für kurze Zeit.

Der Kampf um die Daten im Auto ist entbrannt und die Datenhoheit der Autohersteller wird von vielen Seiten kritisiert. Der ADAC fordert schon lange Einsicht in die Daten und mehr Transparenz. Erst diese Woche hat man von Seiten des ADAC dies beim Safer Internet Day unterstrichen.

ADAC

Nun fordert der ADAC die Blackbox und will damit vielleicht ein Stückchen vom Datenkuchen abgekommen. Die Blackbox soll die Daten nur kurzzeitig speichern und alle paar hundert Meter, respektive, nach einigen Minuten werden sie überschrieben.

So könnte bei einem Unfall die Haftungsfrage besser geklärt werden. Tatsächlich ist die Haftung bei Autonomen Fahrzeugen eine Schwierigkeit, aber auch beim Vernetzten Fahren. Verlässt sich der Mensch auf das System, ist ihm dann noch eine fahrlässige oder vorsätzliche Handlung nachzuweisen? Nur danach kann verhandelt werden.

Mit einer Blackbox könnte man die Daten kurz vor dem Unfall und den Unfall selbst auswerten. Aber wer soll darauf zugreifen können? Nach Ansicht des ADAC sollte dies den Kunden, Begutachtenden und der Versicherung erlaubt sein. Wie steht es da mit der Frage, ob das eigene Auto überhaupt gegen mich aussagen darf?

Nach Bericht der FAZ, habe der ADAC diese Blackbox früher abgelehnt. Schon im Jahr 2012 habe die EU ein solches Konzept vorgeschlagen. Der ADAC sagte damals, dass dies die Strafverfolgung ebenfalls interessieren würde – und daher, neben der Kostenfrage, abzulehnen sei. In den USA, um dies kurz anzuführen, hat die Regierung die Daten einfach auspioniert.

Zusammen mit den Versicherungen, protestiert der ADAC schon lange, gegen die Datenvorherrschaft der Hersteller. Will man mit der ehemals unbeliebten Blackbox an die Daten herankommen?

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