3D Radar von Vayyar

Ein Unternehmen aus Tel Aviv, Vayyar, hat einen 3D Radar entwickelt.

Für die Erstellung von 3D Bildern braucht man einen Lidar. Dieser Sensor ist in fast allen Autonomen Fahrzeugen vertreten. Doch man sucht ständig nach anderen Methoden, die vor allem kostengünstiger sind. Derart hat Audi einen Algorithmus entwickelt, der aus Monobildern einer Kamera ein 3D Bild macht.

Radar-Kamera Reichweite Autosensorik

Das Unternehmen Vayyar aus Israel hat einen Radarchip entwickelt, der in der Lage ist ein dreidimensionales Bild der Umgebung zu generieren. Das Einsatzgebiet des Sensors soll aber zunächst im Inneren des Fahrzeugs liegen. Denn mit der Entwicklung von Level-3-Fahrzeugen, muss man sichergehen, dass die Menschen sich auf den Verkehr konzentrieren. Der Radar von Vayyar soll das erlauben.

Die Branche bedient sich dabei in der Regel Kameras. Dabei spielt die Augenweitung und die Blickrichtung eine wichtige Rolle. Derart kann man auch auf Müdigkeit der Fahrenden schließen und sie davor warnen. Das Konzept von Vayyar, das auf Radar setzt, ist jedoch kleiner. Der Radar-Chip könnte überall eingebaut werden, worauf 48 Radare integriert sind. 40 Stück sind an Antennen angeschlossen, der Rest dient der Selbstüberwachung. Die 40 Radarsensoren erzeugen ein Bild des Innenraums, ähnlich der Punktwolke des Lidarsensors.

Radar statt Kameras zu nutzen, hat vier Gründe: geringere Kosten gegenüber eine Stereokamera, die gesamte Fahrkabine wird gescannt, es wird nichts verdeckt und die Gesichter werden nicht erkannt, was dem Datenschutz dient. Das Erkennen ist dabei so gut, dass man selbst die Atmung eines Babys feststellen kann.

Die Reflexion durch Metall kann man anhand von Algorithmen ausblenden. Gegenüber dem Lidarsensor erhält man zwar nicht so exakte Bilder, jedoch sei man bei schlechtem Wetter im Vorteil. Würde man das System nach außen richten, könnte man eine Reichweite von bis zu 100 Metern erreichen. Soweit sei man aber noch nicht.

Vayyar kooperiert bei der Entwicklung mit Brose, Valeo und Faurecia. Doch man ist nicht das einzige Unternehmen, das an dieser Entwicklung arbeitet. Derart forscht Lunewave an einer entsprechenden Radarantenne und das Fraunhofer Institut an einer Kombination von Kamera- und Radarsystem namens KameRad.

Quelle (englisch)

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