Uber und Waymo?

Waymo steht mit Uber in Gesprächen über eine Kooperation bezüglich des Autonomen Fahrens.

Vielleicht ob der neuerlichen Finanzspritze bei GMs Cruise Automation oder andersherum, gibt es eine Annäherung zwischen Uber und Waymo – der Google-Schwester mit dem Fokus auf Autonomes Fahren.

Intel-Waymo-minivan

Intel-Waymo-minivan. Quelle: Intel

Noch in diesem Jahr plant Waymo die Einführung eines Autonomen Fahrdienstes und überlegt dabei ausgerechnet mit dem gescholtenen Unternehmen Uber zu kooperieren. Diese hatten jüngst enorme Probleme, vor allem ob des tödlichen Unfalls in Arizona. Daraufhin hat man die Tests nun komplett eingestellt. Waymos Chef sagte damals, dass ihnen das nicht passiert wäre.

Nun verkündete Uber, dass man in Gespräche mit Waymo sei, wobei es darum ginge, dass deren Fahrzeuge in das Uber System aufgenommen werden sollten. Dabei sprachen die beiden Firmen vor einigen Monaten nur noch vor Gericht miteinander. Dabei ging es um den Diebstahl von Betriebsgeheimnissen – im Konkreten um einen günstigen Lidar, den Waymo entwickelt hatte. Das Verfahren wurde mit einem Vergleich eingestellt, den Uber mit 2,6 Milliarden US-Dollar beglichen hat. Inzwischen ist der damalige Google-Angestellte Levandowski im Fokus eines neuen Verfahrens.

Der Grund für diesen Sinneswandel soll man bei Uber mit “Wirtschaft” zitiert haben. Aber noch ist nicht aller Tage Abend – auch bei diesem Projekt. Zumal Alphabet (die Muttergesellschaft von Google und Waymo) immernoch Anteile von Uber hält.

Der Fahrdienstvermittler Uber gab auch an, dass man nicht mehr daran glaubt, dass man selbst das Autonome Fahren einsetzen wird. Man will Lizenzen dafür vergeben. So will man weiter daran forschen und die Tests mit den Fahrzeugen ab Sommer fortsetzen –  wenn auch nicht mehr in Arizona. Dort hat aber Waymo bereits eine Lizenz für einen Autonomen Fahrdienst bekommen und will noch dieses Jahr mit der Kommerzialisierung beginnen.

Uber kämpft neben dem tödlichen Unfall und dem Gerichtsprozess mit Waymo auch mit Vorwürfen von sexueller Nötigung und Ausbeutung der Fahrenden. Daran will der neue Chef, Dara Khosrowshahi, anders als sein Vorgänger, Travis Kalanick, arbeiten.

Quelle (englisch)

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