Routenfindung: Nicht immer die CO2-freundlichste

Eine Studie fand heraus, dass die Navigationsdienstleister nicht immer die CO2-freundlichste Route vorschlagen.

Viele Anbieter von Kartendiensten werben damit, dass der Algorithmus die schnellste und ökologisch sinnvollste Strecke sucht. Doch nun fand eine Studie heraus, dass dem nicht immer so ist.

Ampelanlage Testfeld Berlin

In Zusammenarbeit mit den Unternehmen Neste, HERE und PTV kam heraus, dass die Routenfindung optimiert werden könnte. Das gilt vor allem in den Städten und bei kurzen Strecken mit dem Privatauto. Um dies herauszufinden, testete man im Frühjahr 2020 die Abgaswerte verschiedener Strecken.

Für die Einsparung von Sprit und damit von CO2 müssen die Geschwindigkeit, die Streckenlänge und die erwartbaren Stopps berücksichtigt werden. In den Tests in Finnland wurden drei verschiedene Strecken drei Mal befahren: die vom Navigationssystem vorgeschlagene Strecke und zwei alternative Routen unter vergleichbaren Bedingungen.

Die Analyse erfolgte durch VTT aus Finnland, wobei HERE und PTV-Algorithmen verwendet wurden. Im Ergebnis stand fest, dass die Streckenvorschläge in zwei Drittel der Fälle optimal war. Bei einem Drittel der Fälle führte der Weg zu höheren Verbrauchswerten. Dabei war der Verbrauch um über sechs Prozent höher.

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