Japan unterstützt Mitsubishi | 3D Kartografierung

Der japanische Staat will Mitsubishi bei der Kartografierung des Landes helfen.

Für das Autonome Fahren sind hochpräszise Karten mit vielen Informationen enorm wichtig. Auch wenn es andere Herangehensweisen gibt, so setzen die meisten Hersteller auf diese Methode. Japan wollte auch Kameras im öffentlichen Raum für diesen Dienst einbinden und das schon seit 2016.

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Der Hersteller Mitsubishi, der seit letztem Jahr zur Renault-Nissan Allianz 2022 gehört, hat ein Verfahren entwickelt, die Daten der Straßen in solche Karten zu pressen. Dabei hat man sich Unterstützung von HERE geholt, dem Kartendienstleister, der den drei großen deutschen Hersteller Audi, BMW und Mercedes-Benz, sowie den Zulieferern Continental und Bosch gehört.

In den Karten müssen exakte und zentimetergenaue Angaben und aktuelle Hinweise eingearbeitet sein, damit sie für das Autonome Fahren genutzt werden können und Japan will seine Deadline 2020 einhalten. Dann will man der Welt das Autonome Fahren zu den Olympischen Spielen vorstellen.

Nun will die japanische Regierung dem Hersteller Mitsubishi bei der Entwicklung des Kartenmaterials unter die Arme greifen. Das Ziel ist eine Genauigkeit von unter 25 Zentimetern zu erreichen. Das beträfe sowohl die Fahrspuren, als auch die Standorte von Bäumen und weiterer Hindernisse im Straßenverkehr. Mitsubishis Plan ist zudem die Karten in 3D zur Verfügung zu stellen.

Das oftgenutzte GPS verfügt nur über eine Genauigkeit von etwa zehn Metern, was für das Führen von Autonomen Fahrzeugen zu ungenau ist. Außerdem setzt Mitsubishi auf die Vernetzung der Fahrzeuge um aktuelle Verkehrsinformationen zu übertragen. Diese Daten werden von den Fahrzeugsensoren gesammelt und in der Cloud ausgewertet. Derart erhält man aktuelle Daten, die das Kartenmaterial eingepflegt werden. Diese Datenfusion genannte Methode nutzt auch HERE.

Japan will dafür auch die Regierungssatelliten bereitstellen, die unter dem Namen QZS, Quasi-Zenith Satellite System ins All geschossen wurden. Ab November sollten die Informationen dem Kartenmaterial zugefügt werden.

Von dem Kartenmaterial sollen alle japanischen Hersteller profitieren, also auch Honda, Toyota und Nissan. Und auch sie sollen mit ihren Fahrzeugen Daten in das Kartenmaterial einspeisen.

Quelle (englisch)

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