Frankreich: Vernetzung & Regierungspläne

In Frankreich wollen RATP & Sanef mehr Vernetzung einsetzen und die Regierung will das Autonome Fahren fördern.

Seit der Ankündigung des französischen Präsidenten Macron zum Autonomen Fahren verstärkt sich das Engagement der Firmen dort.

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So auch bei RATP (Régie Autonome des Transports Parisiens). Das ist der  ÖPNV in Paris. Hier will man eine globale Führungsrolle bei der Vernetzung und Automatisierung einnehmen. Diesbezüglich hat das Unternehmen Tests gestartet und will sich mit entsprechenden Fahrzeugen ausstatten.

Geplant sind Shuttles der beiden Hersteller EasyMile und Navya, die auf derselben 1,4 Kilometer langen Strecke fahren, was sie vergleichbarer macht. Zunächst startet man mit dem Shuttle von EasyMile und ab Ende des Jahres mit dem von Navya. Die Tests, die in Vincennes in der Nähe von Paris stattfinden, werden verlängert und erweitert.

Derart will man schon bald Level 4 (Hochautonomie) erreichen, wofür man zusätzlich Tests in Boulogne-Sur-Mer und in Seine-et-Marne durchführen wird. Dort soll die Universität und ein Geschäftszentrum mit der Innenstadt verbunden werden. Die Shuttles sollen auf der letzten Meile eingesetzt werden – also von der Haustür bis zum Bahnhof.

Der Autobahndienstleister Sanef plant die Autobahnen zu vernetzen. Schon seit vier Jahren stattet das Unternehmen seine Routen mit Sensoren aus, die beispielsweise die Geschwindigkeit, die Staus, die Reisezeit und das Wetter erfassen und via Bluetooth weiterleiten. Diese Informationen sollen auch an die Fahrenden weitergegeben werden.

Dafür bedient man sich nicht nur der Onboard Technologie. Die Informationen sollen auch via Anzeigetafeln und Radio bekannt gemacht werden. Die Übertragung ins Auto entwickelt man in Zusammenarbeit mit Renault im sogenannten Scoop Projekt.

Der Ausbau der Infrastruktur sei ein Schritt auf dem Weg zum Autonomen Fahren. Die Vorbereitungen werden auf der A4 vorgenommen. Bis 2020 will man jedoch weitere Strecken damit ausstatten. Zudem kooperiert Sanef seit zwei Jahren mit Waze, wobei es um den Austausch von Echtzeitdaten geht. Ende Mai will man in Paris weitere Kooperationspartner vorstellen.

Die Regierung plant derweil ab 2019 Tests automatisierter Fahrzeuge auf den öffentlichen Straßen zu erlauben. Dabei sollen auch Vollautonome (Level 5) Fahrzeuge eingesetzt werden können. Diese bedürften dann auch keines Sicherheitspersonals an Bord. Damit will man sich zu dem Testland aufschwingen.

Eine Arbeitsgruppe soll klären, wie es sich dann bei möglichen Unfällen verhält. Diese sollen die strafrechtliche Verantwortung von Eigentümern, Bewohnenden, Herstellern und Erstellenden von KI überprüfen.

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