Ford lernt von Fluggesellschaft

Der Hersteller Ford hat eine Kooperation mit einer Fluggesellschaft gestartet, um vom “Meilengeschäft” zu lernen.

Auch diese Maßnahme geschieht wegen des Wandels der Automobilbranche, in der sich die Unternehmen vom Hersteller zu einem Mobilitätsdienstleister entwickeln. Ford möchte dementsprechend künftig eher wie eine Fluggesellschaft agieren.

Flugzeugheck US-Flagge

Vor allem mit Blick auf die Entwicklung des Autonomen Fahrens will Ford das Rad nicht neu erfinden, sondern von der Flugbranche lernen, wie man Mobilität anbieten kann. Die Fluggesellschaften, so Ford, haben das Wissen, wie man Mobilität effizient durchplant. Es geht um den Einsatz der Fahrzeuge und das Verkaufen von Sitzplätzen.

Das ist dem künftigen Konzept der Autonomen Fahrzeugbranche ähnlich. Die Autos sollen möglichst rund um die Uhr im Einsatz und möglichst ausgelastet sein. Man spricht vom “Meilengeschäft” und das führt weg vom Verkauf der Fahrzeuge.

Anfang des Monats war der CEO von Fords Autonomous Vehicles LLC, Sherif Marakby, auf einer Jahrestagung der Intelligent Transportation Society of America und sprach über den Einfluss der Luftfahrtindustrie auf die Pläne Fords. Wobei er keine Angaben machte, mit welcher Fluggesellschaft Ford zusammenarbeite. Er verglich die beiden Industrien und unterstrich die Gemeinsamkeiten, wie die hohen Kosten für die Fahrzeuge, die Wartung und die Betriebsstätten.

Man habe vor allem von der Auslastung der Fahrzeuge gelernt, denn die Fahrzeuge werden in kürzester Zeit Hunderttausende von Kilometern zurücklegen. Dies wirke sich die Wartung der Fahrzeuge aus, wobei man auch von den Fahrzeugen für die Polizei gelernt hat.

Weitere Themen waren das Testfeld in Washington D.C., wo man aus den Fehlern gelernt habe, und die Nutzung von Laufrobotern für die letzte Meile. Man hält offenbar an den Plänen fest, bis 2021 ein kommerzielles Geschäft mit dem Autonomen Fahren aufzubauen.

Das Geschäft mit der Zustellung von Lebensmitteln, so Marakby, sei ein einträgliches Geschäft. Wobei man hier differenzieren muss, man werde nicht alle Liefertätigkeiten übernehmen. Manche Dienste würden schlicht nicht angenommen werden, sagte er, ohne ins Detail zu gehen. In Miami würden Menschen aus Hochhäusern keine Waren auf dem Gehweg annehmen, da man die Lieferung bis zu Tür gewohnt war. Hierbei soll Digit der Laufroboter helfen. Letztlich muss man noch viel lernen, so Marakbys Fazit.

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