Warum es zwischen Aurora und VW nicht klappen wollte

Autonomes Parken von VW
Autonomes Parken von VW. Quelle: VW

Warum haben sich das Startup Aurora und der Hersteller Volkswagen voneinander getrennt?

Aurora war in der jüngsten Vergangenheit des Öfteren in der medialen Aufmerksamkeit aufgetaucht, vor allem wegen der vielen Kooperationsvereinbarungen.

Autonomes Parken von VW

Autonomes Parken von VW. Quelle: VW

Aurora wurde von ehemaligen Fachleuten von Google (Chris Urmson), Tesla und Uber gegründet und fokussiert sich auf die Bereitstellung des Autonomen Fahrens auf Level 4. Dafür hat man auch den Lidarspezialisten Blackmore übernommen und man bekam Geld von Amazon.

Man hatte eine Kooperation mit Volkswagen und Hyundai begonnen, doch man trennte sich von Volkswagen wieder. Stattdessen begann man die Zusammenarbeit mit Fiat-Chrysler. Erst letzte Woche wurde bekannt, dass Hyundai und Kia in Aurora investieren werden.

Volkswagen ist derweil näher an Ford herangerückt und die Gespräche sollen bis zum Sommer abgeschlossen sein. Schon davor wurde bekannt, dass Volkswagen in das für Ford tätige Startup Argo AI investieren wird. Gab es einen Zusammenhang zwischen der Kooperation zwischen Volkswagen und Ford und der Trennung von Aurora?

Ein Analyst von Navigant Research äußerte sich dazu und gab an, dass er glaube, dass Aurora Volkswagen nicht den erwünschten Zugang und die Kontrolle geben wollte. Dies bekamen sie aber wohl von Ford, respektive Argo AI. Denn vor der Kooperation mit Aurora wollte Volkswagen das Startup auch kaufen.

Aurora wollte aber wohl unabhängiger bleiben, als beispielsweise Argo AI oder Cruise Automation. Letzteres Unternehmen gehört zu General Motors. Die Unabhängigkeit habe schwerwiegende Auswirkungen auf das Produkt, das man vermarkten möchte, so Aurora. Damit kann man die Skalierung auf mehreren Fahrzeugplattformen unterschiedlicher Marken und Modelle vornehmen.

Hyundai nutzt den Aurora Driver, so die Bezeichnung für die Level-4-Technik, für das Brennstoffzellenauto Nexo. Ab 2021 will Hyundai damit die serielle Kommerzialisierung der Technik voranzutreiben.

Volkswagen und Ford haben ähnliche Ziele und vollziehen derzeit einen Wandel hin zum Mobilitätsanbieter. Aurora wollte sich eben nicht binden und so wurde die gemeinsame Arbeit mit Volkswagen beendet.

Auch die Kooperation zwischen Honda und Waymo endete vermutlich ob des fehlenden Zugangs zur Technik. Daher ist Honda inzwischen bei Cruise Automation eingestiegen.

Quelle (englisch)

David Fluhr

Ich schreibe seit 2011 über das Thema Autonomes & Vernetztes Fahren. Ich habe Sozialwissenschaften an der HU Berlin studiert und bin seit 2012 selbstständiger Journalist. Kontakt: mail@autonomes-fahren.de

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