ADAC: Autonome Notbremse (AEB) bei Transportern

Der ADAC hat Transporterunfälle analysiert und plädiert für den Einsatz von Autonomen Notbremsen (AEB).

Die Autonome Notbremse bremst, wenn der Mensch dies nicht tut. Das System erfreut sich immer größerer Beliebtheit und wird bald für neue Fahrzeuge zur Pflichtausstattung. Auch bei Transportern ist das ab 2022 der Fall. Der ADAC hat nun überprüft, wie sich das System bei Transportern auswirkt. Diese Fahrzeuge werden ob des vermehrten Online-Shoppings immer beliebter auf den Straßen.

20 Prozent der Unfälle, in denen Transporter verursachend waren, stehen im Zusammenhang mit geringem Abstand zum Unfallgegner. Die Hälfte der Unfälle, so der ADAC, könnte mithilfe von Notbremssystemen oder Spurhaltesystemen verhindert werden. Die Prüfungen des ADAC umfassten Transporter mit wenig oder viel Ladegewicht, in verschiedenen Verkehrsszenarien und im Zusammenspiel mit oder ohne schnell verletzbare Verkehrsteilnehmende (Fuß- und Radverkehr).

Die Analyse ergab, dass die Transporter mit AEB auf die Gefahr reagierten, jedoch ist das Sicherheitspotenzial nicht so hoch wie bei Pkws. Der Radverkehr war zudem besser geschützt als der Fußverkehr. Dabei mahnt der Autoclub zu Verbesserungen bei den Herstellern. Vor allem kritisierte der ADAC, dass der Effekt mit höherer Ladekapazität nachlässt.

Serienmäßig hat nur das Modell MAN TGE eine Autonome Notbremse verbaut. Die anderen Modelle sind nur mit Aufpreis damit ausgestattet. Für den Nissan NV 400 und den Opel Movano ist das System gar nicht verfügbar.

Die Vorteile des Systems in Bezug auf die Verkehrssicherheit sei aber so groß, dass der ADAC die Hersteller auffordert, die Systeme in der Serienausstattung bereitzustellen. Außerdem sollte die Ladung die Systeme nicht so entwerten.

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