USA: Seitenspiegel ersetzen

Die NHTSA will eruieren, ob man Kamera-Monitor-Systeme anstelle der Seitenspiegel anbringen darf.

Die NHTSA ist eine Unterbehörde des US-amerikanischen Verkehrsministeriums und kann die Zulassungsregeln ändern. In diesem Zusammenhang wird überlegt, ob man die Seitenspiegel mit Kamera-Systemen ersetzt.

Aussenspiegel Bentley

Das Konzept ist keineswegs neu und in Japan bereits alltäglich. Statt eines Seitenspiegels blickt man auf einen Monitor, der den rückwärtigen Verkehr per Kamera einsieht. Die Vorteile sind mannigfaltig, so können damit Leitlinien, Gefahren oder Sicherheitshinweise eingeblendet werden.

Die Kameras blicken nach hinten und deren Bilder werden auf den A-Säulen der Fahrzeuge eingeblendet. Damit kann man auch zoomen oder sie können nach Belieben justiert werden. Die Bilder können mit Objekterkennungsverfahren optimiert werden und steigern derart die Sicherheit.

Der Einbau solcher Systeme verbessert auch die Aerodynamik des Fahrzeugs und hilft dabei, Kraftstoff einzusparen. Durch die Windschlüpfrigkeit werden auch die Fahrgeräusche reduziert.

Das System ist auch ein wichtiger Baustein für das Autonome Fahren, denn Spiegel helfen ja nur den Menschen. Dennoch sind solche Konzepte in den USA noch nicht zulassungsfähig. Das soll sich aber nach dem Wunsch der NHTSA ändern, wie sie am Dienstag mitteilte.

Derart testet man nun die Technik in Bezug auf das Fahrverhalten, vor allem bei Spurwechselmanövern. Die Technik sei bereits vorhanden, aber die Behörden hinkten hinterher, so ein Sprecher von Audi USA. Einige Hersteller, darunter auch Volkswagen oder General Motors, plädieren schon seit 2014 für eine entsprechende Zulassung. Die GM-Tochter Cadillac spricht sogar von einer Erhöhung der Sicht um 300 Prozent.

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