Yandex: Globale Expansionspläne

Der russische Internetgigant Yandex plant, einen Robotertaxidienst weltweit aufzubauen.

Seit 2017 tüftelt auch der Suchmaschinengigant aus Russland, Yandex, am Autonomen Fahren. Dabei hat man auch die Winterbedingungen im Auge. Man hat einen eigenen Lidar entworfen und kooperiert mit dem südkoreanischen Hersteller Hyundai.

Die Autonome Fahrzeugtechnik will das russische Unternehmen nun weltweit vermarkten. Dies soll innerhalb weniger Jahren gelingen, so das Unternehmen gegenüber Reuters. Vor allem in Russland, aber auch in Israel und bald auch in den USA ist eine Flotte unterwegs.

Mit seinem Dienst will Yandex mit den Platzhirschen für Fahrdienste, Lyft und Uber, in Konkurrenz treten. Dabei will man selbst nicht unter die Autobauer gehen, sondern die Technik für das Autonome Fahren in Fahrzeuge integrieren.

Die Entwicklung hat Yandex bisher 2,2 Milliarden Rubel – umgerechnet rund 26 Millionen Euro – gekostet. Doch die Kosten für die Technik sinkt und hat sich innerhalb von drei Jahren halbiert. Mit 110 Fahrzeugen, so das Unternehmen, hat man 3,8 Millionen Testkilometer zurückgelegt. Zum Vergleich: Der Branchenprimus Waymo hat über 20 Millionen Testmeilen erreicht, forscht aber als vormals Google schon seit über zehn Jahren am Autonomen Fahren.

Zwar ist der Betrieb in einigen US-Bundesstaaten erlaubt und auch in Russland und Israel kann man die Fahrzeuge testen, wenn Bordpersonal vorhanden ist, jedoch fehlt für einen kommerziellen Ansatz die gesetzliche Grundlage.

Neben dem Robotertaxidienst testet Yandex auch Autonome Lieferbots mit Namen Yandex.Eda. Hersteller wie Daimler konzentrieren sich derweil verstärkt auf die Automatisierung der Nutzfahrzeuge.

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