Yandex geht unter die Lidarproduzenten

Die russische Suchmaschine Yandex arbeitet an einem Lidarsystem für Autonomes Fahren.

Wie Google, respektive Waymo, und Baidu in China, so arbeitet auch Yandex am Autonomen Fahren. Nun wurde bekannt, dass man auch die Sensorik dafür selbst herstellt.

Yandex Lidar

Yandex Lidar. Quelle: Medium.com

Das Unternehmen Yandex wird zum Lidarhersteller und betritt damit einen Markt, der gerade im Umbruch begriffen ist. Der Erfinder des Lidars und bisheriger Marktführer Velodyne hat zumindest in China Rückschläge hinnehmen müssen. Des Weiteren hat das Startup Aeva einen Lidar entwickelt, der klein ist, weit blickt und vor allem günstiger ist, als was derzeit auf den Markt ist.

Yandex braucht die Sensorik für seine eigenen Ambitionen im Bereich des Autonomen Fahrens. Bisher, so erklärte man es auch in der Ankündigung auf Medium, habe man mehr als 2,5 Millionen Testkilometer zurückgelegt. Zum Vergleich der Branchenprimus Waymo hat bereits letztes Jahr zehn Millionen Testmeilen absolviert.

Die eigenen Lidarsysteme wurden bereits eingesetzt, und zwar in Moskau. Neben dem Autonomen Fahren sollen die Lidarsysteme auch im Yandex Lieferbot “Yandex.Rover” zum Einsatz kommen. Der Lidar sei in der Lage, die dynamischen Parameter während der Fahrt zu optimieren und sich derart an die Fahrumgebung anpassen – sei es auf der Autobahn, im urbanen Verkehr oder bei schlechtem Wetter.

Auf eine Distanz von bis zu 200 Metern kann die Sensorik Objekte und Subjekte ausmachen. Zum Vergleich, der Lidar von Luminar blickt 250 Meter und der von Aeva sogar 300 Meter weit. Auch beim Preis kann man Aeva nicht toppen, jedoch will man 75 Prozent bei der Serienproduktion einsparen können.

Neben der Lidartechnik hat Yandex auch eine Kamera für hohe Dynamiken und schlechte Lichtverhältnissen entwickelt.

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