Reinigung der Autonomen Fahrzeuge

Nicht erst seit Corona ist die Reinigung von automatisierten Fahrzeugen ein Thema.

Das Autonome Fahren wird oftmals als Robotertaxikonzept dargestellt und tatsächlich halten viele an dem Plan fest, dieses Geschäftsmodell zu verwirklichen. Das und beispielsweise Lieferdienste sind beliebte Methoden zur Monetarisierung der Technik. Beiden ist gemein, dass man das Auto keinen Chauffeur mehr braucht.

Continental Kamerareinigung Quelle Continental

Continental Kamerareinigung. Quelle: Continental

 

Der Wegfall des Menschen hinter dem Steuer bedeutet einerseits die Mangelbeseitigung der Fachkräfte, aber vor allem eine Kostenersparnis. Denn mit das Teuerste im Transportgewerbe, seien es Personen oder Güter, ist das Gehalt der Fahrenden. Das Autonome Fahren erübrigt das, doch damit stellt sich ein neues Problem ein: Wer reinigt die Fahrzeuge?

Nun könnte man es doch so programmieren, dass die Fahrzeuge einfach durch die Waschanlage fahren. Doch das geht so nicht. Die unspezifische Reinigung in einer Waschanlage kann zu einem Sensorausfall führen. Die Bürsten sind nicht gerade feinfühlig und können die Sensoren, die nicht unter der Karosserie versteckt sind, beschädigen. Selbst wenn sie nicht kaputt gehen, was im Übrigen sehr teuer ist, dann müssten sie anschließend neu justiert werden.

Daher bleibt nur eine Reinigung durch den Menschen mit den entsprechenden chemischen Hilfsmitteln, wie hier. Jüngst hat Ford ein Konzept vorgestellt, dass vor Coronaviren hilft, denn das Fahrzeuginnere kann, dank eines Software-Updates, so stark erhitzt werden, dass eine Kontaminierung durch Viren signifikant reduziert wird.

Zwar gibt es schon einige Lösungen für die Sensorreinigung, doch das Fahrzeug selbst ist damit nicht gereinigt. Außerdem braucht jeder Sensor eine eigene Reinigungsvorrichtung. Das ist abseits des Erscheinungsbildes für eine garantierte Funktion ohne Beeinträchtigung nötig.

Wenn die Autonomen Autos künftig die Mehrheit darstellen, werden sicherlich Waschanlagen konstruiert, die die Säuberung ohne Schäden durchführen. Aber eine solche Anlage würde sich derzeit noch nicht lohnen. Der Branchenprimus Waymo nutzt daher seinen Vertragspartner AutoNation, wo die Fahrzeuge gereinigt werden. Zu Corona-Zeiten auch öfters als normal.

Es gibt also abseits der technischen Bereitstellung der Technik noch viele offene Fragen.

Comments are closed.