Studie: Fahrendenmangel und das Autonome Fahren

Die Logistikbranche hofft auf Autonomes Fahren um den Fahrendenmangel auszugleichen.

Wenn der Lkw von selbst fährt, dann spart man nicht nur das Gehalt, man bekommt die Ware auch eher auf die Straße. Die Logistikbranche klagt über Personalmangel und Autonomes Fahren erscheint als Lösung.

LKW Autobahnauffahrt

Die Automatisierung der Nutzfahrzeuge ist das nächste große Ziel und wird noch vor der Automatisierung der Pkws erfolgen. Jüngst hatte auch Daimler angekündigt, die Prioritäten dahingehend zu setzen. Auch die Forschung hat sich dem Thema angenommen.

Konkret hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zusammen mit der TU Hamburg ein Forschungsprojekt initiiert, die die Chancen und Folgen der Autonomen Nutzfahrzeuge eruiert. Eine Befragung dazu ergab, dass das Autonome Fahren als eine Lösung für den Personalmangel angesehen wird.

Man hofft darauf, dass die Technologie in zehn Jahren vorliege und dass man damit auch die Gewinnspanne erhöhen kann. Denn ein Großteil der Kosten geht auf das Gehaltskonto der Fahrenden. Konkret rechnet man mit einer Kostenreduktion von bis zu 40 Prozent.

Derzeit halten sich die Unternehmen aber zurück, da man keine hohen Summen in eine noch nicht gesicherte Technik investieren wolle. Zudem fordert die Branche eine Unterstützung für mittelständische Unternehmen durch die Politik.

Eine geringe Hoffnung macht man sich durch das Konvoi-Fahren oder auch Platooning genannt. Durch das Ausnutzen des Windschattens erhofft man sich eine Kosteneinsparung. Allerdings wich die Begeisterung jüngst der Ernüchterung in diesem Thema. Auch der Hersteller Daimler hat das Projekt auf Eis gelegt.

Derzeit befindet sich die Technik am Anfang von Stufe 3. Diese Form der Automatisierung erlaubt, sich auf der Autobahn unter bestimmten Bedingungen anderen Dingen zu widmen. In den USA befahren derartige Lkws bereits Strecken. Firmen wie TuSimple haben sich dabei hervorgetan, aber auch Waymo ist mit Waymo Via in den Startlöchern. Doch auch das Thema wird von der Branche mit wenig Bedeutung verbunden.

Eine weitere Erkenntnis der Forschungsarbeit ist, dass man mit den Autonomen Lkws mehr Transport auf die Straße verlagern wird, da dies dann günstiger sein wird. Das geht aber mit Umweltproblematiken zusammen. Die Forschenden gehen davon aus, dass bis zu zwei Drittel des Güterverkehrs von der Schiene auf die Straße abwandert. Allerdings arbeitet die Branche auch gerade an der Automatisierung des Schienenverkehrs.

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